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       4. Dezember 2014

„Stille Nacht! Heilige Nacht!“

Auf den Spuren des ewigen Liedes

Vor 197 Jahren wurde das berühmteste Weihnachtslied “Stille Nacht! Heilige Nacht!” im Salzburger Oberndorf uraufgeführt. Das Weihnachtslied ging als Friedensbotschaft um die Welt und wurde mittlerweile in über 300 Sprachen übersetzt.

Heute erinnern in mehreren Salzburger Orten zahlreiche Museen, Kirchen und Gedenkstätten an die berührende Entstehungsgeschichte des „ewigen Liedes“. Die „Stille-Nacht-Card“ ermöglicht zudem den Eintritt in alle Einrichtungen. Eine Audioguide-Führung liefert weitere Einblicke in die Kulturgeschichte des Liedes, das seit 2011 immaterielles UNESCO-Kulturerbe ist.

Es gibt wohl kaum jemanden, der die weltberühmte Melodie des Stille Nacht Liedes nicht kennt. Und doch ist es für viele immer noch eine Überraschung zu hören, dass das Weihnachtslied aus dem SalzburgerLand stammt. Hier wurde der Liedtext verfasst, hier wurde es komponiert und zum ersten Mal in der Kirche St. Nikolaus in Oberndorf gesungen. Heute gibt es sieben „Stille Nacht-Orte“ im SalzburgerLand, die eng mit den beiden Urhebern verbunden sind: Mit dem Pfarrer Joseph Mohr, der den Text geschrieben hat und dessen Lebensweg ihn von Salzburg nach Mariapfarr, Oberndorf, Hintersee und nach Wagrain führte. Der Komponist Franz Xaver Gruber wirkte in Arnsdorf, Oberndorf und Hallein als Lehrer.

Stille Nacht Orte im SalzburgerLand


Stille Nacht-Ort 1: Die Stadt Salzburg „Joseph Mohrs Kindheit und Schulzeit“
Joseph Mohr wurde in Salzburg geboren und erlebte dort seine Kindheit und Schulzeit. Getauft wurde er – wie schon W. A. Mozart – im Salzburger Dom. In der Steingasse wuchs Mohr mit seiner Mutter und den drei Geschwistern auf. Am Makartplatz besuchte er das Priesterseminar. Während seiner Schulzeit verdiente er sich ein kleines Zubrot als Sänger und Violinist bei musikalischen Aufführungen des Lyzeums und des Benediktinerklosters St. Peter am Fuße des Mönchsberges. Im akademischen Gymnasium, das er besuchte, ist heute die Universität Salzburg mit der neu restaurierten Großen Aula untergebracht. Das Salzburger Glockenspiel spielt am 24. Dezember die Melodie von “Stille Nacht! Heilige Nacht!”. Zu hören ist sie jeweils um 7.00, 11.00 und 18.00 Uhr. In den Salzburger Kirchen wird zur Christmette traditionell die Originalversion von “Stille Nacht! Heilige Nacht!” gespielt.

Stille Nacht-Ort 2: Arnsdorf „Franz Xaver Grubers Wirkungsstätte als Dorflehrer“
In Arnsdorf, einem kleinen Ort nördlich von Salzburg, hat Franz Xaver Gruber 21 Jahre gelebt und gewirkt. Hier hat die Melodie zu „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ ihren Ursprung. Daran erinnert auch das in seinem ursprünglichen Zustand erhaltene Schulhaus, das nun ein Museum beherbergt. Das Museum wurde unter der fachkundigen Leitung von Ausstellungsgestalterin Ilse Renate Pürstl konzipiert. Entstanden ist ein Ort der Besinnung und der Begegnung. Neben der Gruberschule befindet sich die Wallfahrtskirche, in der Gruber auf der Orgel gespielt hat. Als Glockenspiel der Kirche ertönt die weltberühmte Melodie. Das Stille-Nacht-Museum Arnsdorf gehört zu jenen Salzburger Museen, die das Österreichische Museumsgütesiegel tragen.

Stille Nacht-Ort 3: Oberndorf „Welturaufführungsort von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“
Oberndorf liegt rund 20 Kilometer nördlich der Stadt Salzburg und hat als „Stille Nacht Gemeinde“ weltweiten Ruhm erlangt. Joseph Mohr war hier als Priester tätig, Franz Xaver Gruber als Lehrer. In diesen zwei Jahren in Oberndorf entstand das Lied, dessen Kraft und Magie noch heute ungebrochen ist. An Stelle der St. Nikolaus Kirche, wo 1818 das Lied zum ersten Mal erklang, wurde die Gruber-Mohr-Gedächtniskapelle errichtet. Das Stille-Nacht-Museum im Bruckmannhaus informiert über die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte des Liedes sowie über die Orts- und Salzschifffahrts­geschichte. Jahr für Jahr kommen mehr als 50.000 Besucher aus aller Welt, um den Welturauf­führungsort des Weihnachtsliedes zu sehen. Besuchermagnet ist auch das weihnachtliche „Stille Nacht Sonderpostamt“, von wo aus Weihnachtspost, versehen mit der Weihnachts-Sondermarke und dem Sonderstempel, direkt vom Erstaufführungsort in die ganze Welt versendet wird.

Stille Nacht-Ort 4: Wagrain „Joseph Mohrs letzte Wirkungsstätte und sein Grab“
In Wagrain erinnert die Joseph Mohr Gedächtnisorgel in der Pfarrkirche an das Wirken des sozialen Vikars, der hier seine letzten elf Lebensjahre verbrachte. Gegenüber der Kirche liegt der Wagrainer Pfarrhof, ein typischer zweigeschossiger Pongauer Pfarrhof, den Mohr neben seinem Amt als Vikar bewirtschaftete. Mohrs Grab befindet sich am Wagrainer Friedhof an der 400-jährigen Linde. Nicht weit von der Pfarrkirche entfernt, beherbergt das Karl Heinrich Waggerl-Haus einen Museumsraum zum Leben und Wirken von Joseph Mohr.

Stille Nacht-Ort 5: Mariapfarr „Joseph Mohr verfasste das Gedicht „Stille Nacht!“
Im Jahr 1996 wurde der Beweis dafür geliefert, dass Joseph Mohr das Gedicht „Stille Nacht!“ 1816 in seiner Zeit als Kooperator in Mariapfarr verfasst hat. Das Stille-Nacht-Museum umfasst eine detaillierte Dokumentation über das Leben von Mohr und seiner Familie, die seit dem 17. Jahrhundert im Lungau ansässig war. Zu den Attraktionen des Museums zählt die große Weihnachtskrippe in der rekonstruierten „Mohr-Stube“. Die rund 100 Figuren stammen aus dem Jahr 1750 und schmückten bereits zu Mohrs Zeiten die Krippe. Die Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau“ nahm eine besondere pastorale und historische Stellung innerhalb des Erzbistums Salzburg ein. Im Ortsteil Stranach kann die Scharglerkeusche, das Haus der Vorfahren Joseph Mohrs, besichtigt werden.

Stille Nacht-Ort 6: Hallein mit dem Stille-Nacht-Bezirk „Grubers Leben im Wohlstand“
In Hallein, rund 15 Kilometer südlich von Salzburg, lebte der Lehrer Franz Xaver Gruber von 1835 bis zu seinem Tod im Jahre 1863. In seinem damaligen Wohnhaus direkt gegenüber der Halleiner Stadtpfarrkirche ist heute ein bemerkenswertes Stille-Nacht-Museum eingerichtet, das die komplette Dokumentation des Weihnachtsliedes, seine Gitarre und Einrichtungsgegenstände seiner einstigen Wohnung zeigt. Das Archiv verwahrt drei Musikinventare, die Gruber während seiner Halleiner Zeit als Chorregent und Choralist angelegt hat. Direkt vor dem Museum im „Stille Nacht“-Bezirk befindet sich auch Grubers letzte Ruhestätte, die jedes Jahr am 24. Dezember zum „Singen am Grubergrab“ von Gästen aus aller Welt besucht wird.

Stille Nacht-Ort 7: Hintersee – die erste von Vikar Mohr selbständig geführte Pfarre
In den Jahren 1827 bis 1837 war Joseph Mohr Vikar in der kleinen Gemeinde Hintersee und durfte seine erste Pfarre selbständig führen. Die Bürger von Hintersee waren zu dieser Zeit von Armut geprägt und so „borgte“ sich Mohr Geld aus dem Klingelbeutel der Kirche um es zu Fleisch von den Wilderern umzuwandeln und es den Armen weiter zu geben. Das großzügige Herz von Joseph Mohr hätte ihn damals beinahe ins Gefängnis gebracht, aber soweit ist es nie gekommen. Das Priestergewand sowie einige Originalexponate aus der Priesterzeit von Joseph Mohr können heute in Hintersee begutachtet werden.
Tipp: Im Puppenstubenmuseum, welches sich im Joseph Mohr-Haus befindet, wird es am 29. und 30. November 2014 im Zuge des Adventmarktes Hintersee jeweils um 15.00 Uhr Kinderlesungen geben.

Angebote rund um „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

Der „Stille Nacht“-Audioguide

Interessierte Besucher haben in den Stille Nacht-Museen in Arnsdorf, Oberndorf, Hallein, Mariapfarr und Wagrain die Möglichkeit, mit Audioguides noch tiefer in die Geschichte des Weihnachtsliedes einzutauchen. Die Audioguides sind als Fortsetzungsgeschichte aufgebaut: Sie geben zu Beginn eine allgemeine Einführung und einen Überblick über das Stille Nacht Land Salzburg, nehmen anschließend Bezug auf besondere Ausstellungstücke in den Museen und stellen einen Bezug zur Geschichte des jeweiligen Stille Nacht-Ortes, dem Weihnachtslied und den beiden Schöpfern her, bevor sie auf die weiteren Stille Nacht-Orte und ihre Besonderheiten verweisen.

Arnsdorf und sein Stille Nacht Museum
Arnsdorf, wo die Melodie zu „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ mit großer Wahrscheinlichkeit ihren Ursprung hatte, beherbergt ein Stille Nacht Museum: In der Gruberschule, 1771 als Mesnerhaus erbaut, befindet sich heute die älteste Schule Österreichs, in der noch unterrichtet wird. Franz Xaver Gruber war hier von 1807 bis 1829 als Lehrer tätig.

Die am 25. Oktober 2014 im Stille Nacht Museum neu eröffnete Ausstellung „1914: Stille Nacht – Friedenslied im Schützengraben“ erzählt von einem echten Weihnachtswunder das sich am Heiligen Abend 1914 auf Grund des damals schon weltbekannten Liedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in den Schützengräben um Ypern in Belgien zugetragen hat. Auf das Singen des Weihnachtsliedes wurden die Waffen niedergelegt. Deutsche und britische Soldaten sprachen miteinander und teilten Christmas-Pudding, Zigaretten und Schokolade. Sogar informelle Fußballspiele dürfte es zwischen den Schützengräben gegeben haben. Höhepunkt der Ausstellung ist ein Kurzdokumentarfilm, in dem die Entstehung des Weihnachtsfriedens nachgezeichnet wird.

„Stille Nacht Card“ und Broschüre
Die sieben Stille Nacht-Orte können mit der „Stille Nacht Card“ auf einer individuellen Erkun­dungs­tour entdeckt werden. Sie ermöglicht den kostengünstigen Eintritt in die Museen, ist vier Wochen ab Aus­stellungsdatum gültig und bei den Tourismusverbänden Oberndorf, Arnsdorf, Wagrain, Mariapfarr und Hallein sowie in den jeweiligen Museen erhältlich. Die Card kostet für Erwachsene € 5,-, für Kinder € 2,50. Die kostenlose Stille-Nacht-Broschüre informiert über die Geschichte des Liedes.

„Stille Nacht“-Veranstaltungen im Advent 2014

Historienspiel „Hirten erst kundgemacht“ in Oberndorf-Laufen
Das Stille-Nacht-Spiel “Jesus, die Völker der Welt” erzählt die Entstehung des beliebten Weihnachtsliedes und zeigt die historischen Umstände auf, in denen das Lied in Oberndorf entstanden ist. Das Stück gewährt sowohl einen Einblick in die Adventbräuche der Schiffer, die heute noch gelebt werden, als auch in die Entstehungsgeschichte des Liedes. Termine Historienspiel: Sa 29.11./So 30.11./Sa 6.12./So 7.12. 2014. Dauer:  ca. 3 Stunden, Preise € 19.- / € 23.-

Stille Nacht-Gedenkfeier in Oberndorf
Alljährlich am 24. Dezember findet in Oberndorf ab 17.00 Uhr die Gedenkfeier zu Ehren von Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr vor der „Stille Nacht Gedächtniskapelle“ statt. Hier am Erstaufführungsort werden alle sechs Strophen des Liedes “Stille Nacht! Heilige Nacht!” in der Ur-Version gesungen: Zwei Sänger, begleitet von Gitarre und Chor tragen das weltberühmte Lied vor. Turmbläser und der Weihnachtssegen sorgen für eine besinnliche Stimmung und einen andachtsvollen Ausklang des Weihnachtsabends.
Info: Tourismusverband Oberndorf | T +43/(0)6272/4422

„Singen am Grubergrab“ in Hallein
Jedes Jahr findet am 24. Dezember das „Singen am Grubergrab“ in Hallein statt. Um 17.00 Uhr treffen sich die Halleiner Liedertafel 1849 (F.X. Gruber war Gründungsmitglied), ein Ensemble der Bürgerkorpskapelle, die Bürgergarde und zahlreiche Besucher, um den Komponisten des weltberühmten Weihnachtsliedes zu ehren.
Info: Tourismusverband Hallein | T +43/(0)6245/85394

Stille Nacht Advent in Wagrain – ein Kulturprojekt der besonderen Art
Der „Stille Nacht Advent Wagrain“ verbindet die Friedensbotschaft des Weihnachtliedes mit Weihnachtsbräuchen aus der ganzen Welt. Beim „Advent der Kulturen“ präsentieren sich unterschiedliche Gastländer im Kreise der heimischen Aussteller – diesmal mit dem Gastland Niederlande. Am 24. Dezember werden Besucher mit einem romantischen Turmblasen ab 22.15 Uhr bei der Pfarrkirche auf die Christmette um 23.00 Uhr eingestimmt. Beim Joseph Mohr-Gedächtnissingen am 26. Dezember um 17.00 Uhr wird in der Pfarrkirche Wagrain am Kirchboden dem Schöpfer der Textzeilen von “Stille Nacht! Heilige Nacht!” gedacht.



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