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       8. August 2015

Abreibung für die Zähne

Stress löst häufig nächtliches Knirschen aus

Unterdrückt jemand seinen Ärger oder erledigt eine Aufgabe nur widerwillig, knirscht er laut einer bekannten Redewendung mit den Zähnen. Viele Menschen nehmen diesen Ausdruck jedoch besonders nachts wörtlich.

Denn wie die Bundeszahnärztekammer festhält, knirscht rund jeder zehnte Deutsche und leidet damit an sogenanntem Bruxismus. Häufig bleibt die Erkrankung jedoch lange unbemerkt, bis Schmerzen in Kiefer, Kopf oder Nacken auftreten oder Zahnärzte Abweichungen erkennen. Dann gilt es, schnell eine Behandlung, zumeist mit speziellen Schienen, einzuleiten. Ursachen für das Problem gibt es viele. „Zum Teil liegt es an Fehlstellungen im Kaubereich. Ein Großteil der Patienten leidet hingegen unter beruflichem oder privatem Stress und findet nur wenig Möglichkeiten, sich zu entspannen“, weiß Dr. Marcus Parschau, Zahnarzt und geprüfter Experte für Implantologie (DGOI) aus Buchholz i. d. N.

Zähne unter Druck


Ungenau eingebrachte Füllungen, Kronen, Brücken oder Prothesen sorgen dafür, dass Ober- und Unterkiefer beim Zusammenbeißen nicht mehr exakt aufeinander passen. Aufgrund der Unebenheiten entstehen sogenannte Okklusionsstörungen, die in manchen Fällen zu Zähneknirschen führen. Um diese zu beheben, bietet sich die Bisskontrolle mit dem sogenannten T-Scan an. Anhand einer 4-dimensionalen Aufnahme erkennt der Zahnarzt Fehlstellungen dabei auf Bruchteile von Millimetern genau und kann diese im Anschluss exakt einschleifen. Meist liegt der Hauptgrund für nächtliches Mahlen jedoch in den jeweiligen Lebensumständen der Betroffenen. Denn wer tagsüber keinen Weg findet, Stress im Beruf oder Ärger im Privatleben abzubauen, verarbeitet diese Gedanken im Schlaf und reibt oder presst seine Zähne dabei oftmals stark aufeinander. „Beim Knirschen entwickelt sich ein bis zu zehnmal höherer Druck als bei normalen Kaubewegungen. Dadurch können Schäden wie Risse im Zahnschmelz oder abgebrochene Ecken entstehen“, sagt Dr. Parschau und warnt: „Über einen längeren Zeitraum nutzt zum Teil sogar sichtbar Zahnhartsubstanz ab, sodass Bakterien leichter in den Zahn eindringen und Karies verursachen können.“ Außerdem führt dauerhafte Überlastung zu Verspannungen, die sich unbehandelt auf Kopf, Nacken und sogar Rücken ausbreiten und dort Schmerzen auslösen.

Geschient und geschützt

Was viele nicht wissen: In entspanntem Zustand sollten Zähne sich nicht berühren. Auch Schlucken erfordert kein Aufeinanderbeißen. Spüren Betroffene jedoch morgens Schmerzen in Wangen und Kiefer oder pressen während des Tages häufiger die Zähne aufeinander, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt. Anhand des Abriebs stellt dieser oftmals Bruxismus fest und fertigt zur Behandlung eine individuelle Aufbissschiene aus durchsichtigem Kunststoff an. Ein Abdruck des Unterkiefers stellt dabei den Ausgangspunkt dar. „So sorgen wir für den natürlichen Abstand zwischen den Zähnen und schützen sie vor weiterer Abnutzung“, erklärt Dr. Parschau und betont: „Allerdings lassen sich damit lediglich die Symptome behandeln und nicht die Ursache.“ Um sich von Stress und Spannungszuständen zu befreien, helfen spezielle Entspannungstherapien wie autogenes Training oder Yoga. Achten Knirscher zusätzlich darauf, ob und wann sie die Zähne zusammenbeißen, lassen sich Muskulatur und Gelenke im Alltag gezielt lockern.

Foto: Zahnarztpraxis Dr. Marcus Parschau & Kollegen



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