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27.02.2016

Arbeitssucht - Mythos oder Gefahr?

Sie sitzen morgens schon früh im Büro, machen die Mittagspause durch und verlassen abends als Letzte ihren Arbeitsplatz. Gerne sind sie immer und überall erreichbar – am Wochenende und im Urlaub. Welches Unternehmen wünscht sich nicht solch engagierte Mitarbeiter? Doch wenn Menschen dauerhaft viel und lange arbeiten, deutet dies eher auf Arbeitssucht hin als auf eine gesunde Arbeitsmotivation, fasst Prof. Dr. Ute Rademacher, Inhaberin von Colibri Coaching und Professorin an der International School of Management in Hamburg, die psychologischen Forschungserkenntnisse über "workaholics" zusammen.

Das Wochenende gilt den Betroffenen als eine lästige Unterbrechung, denn das entspannende Gefühl von Feierabend kennen sie nicht. Zu ihrem vermeintlichen Glück gibt es das Smartphone, den Laptop und das Tablet – damit lässt es sich bequem von zu Hause arbeiten. Arbeitssüchtige haben ein unausweichliches Verlangen, exzessiv zu arbeiten und sich dabei in ihrer Arbeit zu verlieren. „Workaholic ist kein Modewort, denn Arbeitssucht ist eine Form der sogenannten substanzunabhängigen bzw. Verhaltenssüchte ähnlich wie Spielsucht. Psychologische Studien zeigen, dass die Betroffenen unruhig werden und sich unwohl fühlen, wenn sie nicht arbeiten “, so Prof. Dr. Ute Rademacher, Diplompsychologin und Expertin für Wirtschaftspsychologie. „Ihre Tätigkeit gibt Arbeitssüchtigen den speziellen ‚Kick‘ – sie benötigen das Gefühl, permanent produktiv zu sein und gebraucht zu werden.“

Doch längst nicht jeder, der viel und lange arbeitet, gilt gleich als arbeitssüchtig. Um auf der Karriereleiter weiterzukommen, muss von vielen Menschen phasenweise extremer Einsatz gezeigt werden. Wann ist man also arbeitssüchtig? „Gefährlich wird es erst dann, wenn die Arbeit den einzigen Lebensinhalt darstellt, Freunde und Familie vernachlässigt werden und allein durch die Arbeit Spannungen abgebaut und positive Emotionen und Bestätigung gewonnen wird “, so Rademacher. Die ständige Arbeitsbelastung setzt dem Körper zu. Die Folgen sind Kopfschmerzen, Magengeschwüre, Schlafstörungen sowie Herzkreislaufprobleme – im Einzelfall führt sie zur totalen psychischen Erschöpfung oder sogar zum Tod.

Für Unternehmen können arbeitssüchtige Mitarbeiter zu einem ernsthaften Problem werden. Denn sie scheinen zwar kurzfristig mehr zu leisten, sind aber oft ausgebrannt und überreizt. Vielfache Studien in unterschiedlichen Ländern belegen, dass Arbeitssüchtige weniger Empathie aufbringen als andere Kollegen und durch ihren Perfektionismus nur selten Aufgaben an Mitarbeiter delegieren. Erfolgsfaktoren wie Teamgeist und Kooperationsbereitschaft bleiben durch sie auf der Strecke. „Daher sollte man besonders als Führungskraft ein Vorbild für die Mitarbeiter darstellen, selbst Pausen machen und keine Überstunden anhäufen“, empfiehlt Prof. Ute Rademacher. Weitere Empfehlungen für Maßnahmen, wie Unternehmen Arbeitssucht entgegen arbeiten können, erarbeitet die psychologische Beraterin individuell in Workshops und Coachings oder Impulsvorträgen. Foto: Rademacher_Colibri_Coaching

Weitere Informationen zu Coaching: www.colibri-coaching.de und Buchung von Vorträgen über: www.athenas.de/referent/prof-dr-ute-rademacher



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