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       10. April 2013

Bentley und Frauen

Bentley ist nicht nur eine Domäne von Männern. Schon immer bewunderten auch Frauen die britische Nobelmarke. Doch eines änderte sich in der jüngeren Vergangenheit: schnelle und luxuriöse Karossen werden vom weiblichen Geschlecht immer öfter erworben – und zwar aus dem eigenen Portemonnaie bezahlt. Tendenz stark steigend. Die Damenwelt favorisiert zusehends große Fahrzeuge, Technik, Motorleistung, Komfort und Ausstattung. Ladys ordern immer häufiger Wagen der Luxusklasse. Dies bestätigt auch Bentley. Neun Prozent sämtlicher Neuwagen der Nobelmarke kauften 2012 weltweit Frauen.

760 Bentleys an Ladys


Die VW-Tochter Bentley vermarktete 2012 weltweit insgesamt 8.510 Fahrzeuge. 760 Modelle aus der Manufaktur in Crewe bei Manchester stehen nunmehr in Garagen, die Frauen gehören. Diese mondäne Autokolonne würde die Avenue Champs-Elysees in Paris füllen – einmal runter und auf der anderen Seite wieder hoch: der gesamte Pracht-Boulevard mit edlen Bentley-Karossen versehen. Welch wunderbare Vorstellung und was für ein phantastisches Bild. Auch Madame – vor allem Geschäftsfrauen und Selbstständige - zeigt mit komfortablen Karossen gern, dass sie es geschafft hat. Zudem wollen sie mit ihren prestigeträchtigen Fahrzeugen auffallen. Und das gilt rund um die Welt – ohne Ausnahme.

USA-Ladys sind Spitze

Die meisten Bentleys werden von Frauen in den USA erworden. Dort sind es immerhin elf Prozent aller neu vermarkteten Modelle aus Crewe, die 2012 weibliche Wesen kauften. Hinzu kommt, das Madame zu Hause beim Autokauf ein gehöriges Wort mitredet und mitscheidet, welches Fahrzeug demnächst in der Garage steht. Auch in der Luxusklasse tobt der Wettbewerb um die Gunst der Kunden. Bentley hat also nichts zu verschenken und „umgarnt“ natürlich die Damenwelt. Dabei ist es sekundär, ob „Frau“ selbst bezahlt oder ihren Einfluss für einen Bentley geltend macht.

Bentley, der Frauenbetrieb?

Das weibliche Geschlecht kauft aber nicht nur weltweit die britische Vorzeigemarke. In Crewe arbeiten gegenwärtig insgesamt 549 Frauen. Das entspricht rund 15 Prozent der Belegschaft. „Ein großer Teil von ihnen ist in der Produktion beschäftigt, vor allem in der Lederabteilung, wo handwerkliches Können auf höchstem Niveau gefordert ist“, erzählt Franziska Rothe. Die PR-Managerin für Europa ist ja selbst ein Bentley-Aushängeschild. Im Gespräch mit der Redaktion berichtet sie, dass auch in der Verwaltung zahlreiche weibliche Fachkräfte tätig sind. 22 Prozent der Bentley-Ladys gehören zur Gilde der Managerinnen. Und exakt 13 Damen bekleiden hohe Positionen im Management.

Accessoires

Bentley rüstet auf: die Nobelmarke spricht künftig noch intensiver Madame an und will auch außerhalb des Automobils zur Luxuslevel avancieren. Dafür entwickelt das Unternehmen spezielle Accessoires für Frauen. „Wir wollen unsere handwerkliche Kompetenz bei der Verarbeitung von edlem Holz und hochwertigem Leder für die Innenausstattung der Luxuslimousinen auch für andere Luxusprodukte rund um das Auto nutzen“, erklärt Franziska Rothe. Viele Menschen schwärmen von der Marke, ohne das bei ihnen gleich ein Bentley in der Garage parkt.

Als Vorbild dafür gilt Ferrari. Die Italiener verdienen seit Jahren Geld mit eigener Mode und vielfältigen Accessoires. Aber auch im eigenen Konzern findet Bentley Muster. Gegenwärtig kooperiert Bentley bereits mit Lizenzpartnern: dazu gehören der Uhrenhersteller Breitling, der Brillenhersteller Estede, der Skibauer Zai, der Produzent von Schreibgeräten Tibaldi und der Safe-Spezialist Stockinger.

Text: BG
Fotos: Bentley Motors, BG



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