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       28. Dezember 2013

Das Stubaital und all seine Welten

Die Österreicher versprechen ein Königreich im Schnee. Dabei sind es nicht die leichten Abfahren, die anspruchsvollen Pisten, die ihre stolzen Worte bekräftigen. Es ist die Atmosphäre einer Bergwelt, die Freiheit schafft und das Für-Sich-Sein  zwischen Pistentrubel und Aprés-Ski ermöglicht.

Schon wenn sich die Gondeltür mit einem leichten Seufzen schließt, verändert sich etwas. Es geht raus aus der Station, raus aus der Hektik, raus aus einem Pulk verschiedener Geräusche. Das Klackern von Skiern und Snowboards, die in die Halterungen an den Gondeln rutschen. Das Stimmengewirr der Menschen, die endlich nach oben wollen. Das dumpfe Stampfen der Skischuhe. Es geht raus aus dem Alltag, dem Himmel entgegen. Nach und nach tauchen immer mehr weiße Gipfel auf. Das Gefühl wird ein anderes. Die Mitfahrer sprechen plötzlich leiser und ja, natürlich – auch die Luft verändert sich auf einer Fahrt, bei der etwa tausend Höhenmeter überwunden werden. Aber das ist es nicht. Vielmehr ist es die beeindruckende Größe der Berglandschaft, die sich um den Stubaier Gletscher herum aufbaut. Es sind die mächtigen Gipfel und der Wind, der um die Gondel pfeift. Es ist nicht nur eine magische Atmosphäre. Mehr als das. Eine andere Welt. Nur etwa zwei Quadratmeter groß, schwebend zwischen Alltag und Freiheit.

Hinauf zum Stubaier Gletscher dauert dieser Zustand der Leichtigkeit zwar nur knappe 20 Minuten. Dann fährt die Gondel in die Station ein, das Stimmengewirr taucht wieder auf, das Klacken. Die Hektik aber ist schon weniger. Und sicher ist: Das Skigebiet des Stubaier Gletschers ist mit knapp 1500 Hektar groß genug, um die besondere Atmosphäre wieder zu finden, wenn man denn will.

Die Schneelandschaft unterhalb der Schaufelspitze, dem Höchsten Punkt auf 3333 Metern, ist schließlich nicht umsonst Österreichs größtes Gletscherskigebiet. Mehr noch. Einheimische bezeichnen es lange schon nicht mehr als Skigebiet. Auch nicht als Gletscher. Noch nicht einmal als das größte Gletscherskigebiet. Für sie ist es das Königreich des Schnees. Und wenn sie das sagen, dann tun sie es, ohne dabei ihren Dialekt zu verstecken. Sie sind stolz, und eines muss man ihnen lassen: Sie verstehen es, ein Skiparadies aus flachen Ausläufern und steilen Hängen zu schaffen, ohne dabei die majestätische Wirkung des Massivs zu zerstören. 26 Seilbahnen und Lifte fügen sich in die Gletscherwelt. Beinahe so, als würden sie zur Landschaft gehören. 35 blaue, rote und schwarze Abfahrten schlängeln sich die Hänge hinunter. Eine Welt für all diejenigen, die auf langen Pisten zum nächsten Lift geführt werden wollen, ohne auf weite Schwünge zu verzichten.
 

Nur wenige Meter weiter, das Powder Department: Ausgewiesene aber naturbelassene Strecken abseits der Piste. Verschneite Abfahrten, die ihre Richtung nicht einfach so preisgeben. Die unter einer tiefen Schneedecke verborgen liegen und sich zwischen mächtigen Felsformationen hindurchwinden. Eine wiederum andere Welt, die man erst gar nicht einordnen will, weil das Gefühl beim Durch-Den-Schnee-Wedeln jedes Mal ein anderes ist. Weil man noch ein paar Schneewehen, ein paar Felsen weiter weg von Hektik und Klackern ist. Jederzeit aber nah genug, um zum Gondelbahnhof des Königreichs zurückzukehren. Vorbei an einem Kindergarten auf 2620 Metern Höhe und noch weiter zurück. Wieder Klackern, wieder Stimmen. Minuten später: Hektik. Zurück in der Alltagswelt auf 1750 Metern, nur 45 Autominuten von Innsbruck entfernt.

Doch auch, wenn die Stubaier Gletscherlandschaft eine Welt für sich ist, mehrere Welten für Skifahrer, Snowboarder, Freestyler und Tourengeher. Ein wahres Königreich.  Hinter den Gipfeln, die sich direkt neben der Hauptstraße in die Höhe strecken, verbergen sich weitere Welten, auf die die Österreicher ebenso stolz sind.

Da sind die 11er-Lifte, die direkt vom zentralen Talort Neustift aus hinter die vorderste Bergkette führen. Jetzt haben Wintersportler die Wahl: Kehren sie über eine der acht Kilometer langen Naturschneepisten zurück ins Tal? Oder tauchen sie in die Abgeschiedenheit, den Tiefschnee der anspruchsvollen Naturschneepisten ein?

Nicht unbedingt die richtige Welt für diejenigen, die zum ersten Mal auf den Brettern oder dem Board stehen. Für sie hat das Stubaital eine andere Welt parat. Die liegt direkt oberhalb des kleinen Traditionsdörfchens Mieders. Eine Welt, die der Hausberg Serles aus dem Boden hebt. Wie geschaffen für Familien, Wintersport-Anfänger oder solche, die es im Schnee lieber langsam angehen lassen. Abstriche im Panorama müssen sie im Stubaital deshalb aber noch lange nicht machen. Die Bahnen gleiten auf eine Höhe von etwa 1600 Metern. Hoch genug, um mit dem Blick in eine mächtige Berglandschaft einzutauchen. Auch auf Mieders Nachbarort Fulpmes können Besucher von dort aus schauen – und dabei vielleicht schon die Reise in eine wieder neue Bergwelt planen.

Das Ortsschild von Fulpmes taucht gleich hinter der nächsten Anhöhe auf. Dahinter: Viele Pensionen, mehrere Sterne-Hotels. Auf der anderen Seite der schmalen und kurvigen Hauptstraße das ein oder andere alte Haus, das mit seinen geschnitzten Holzbalkonen auch die letzte Station vor einem Gipfelanstieg sein könnte. Mittendrin Touristen, die hauptsächlich wegen einem da sind: Der Schlick 2000. Einer Wintersport-Welt für  Skifahrer und Snowboarder, die das Für-Sich-Sein während langen Talabfahrten ebenso sehr schätzen, wie ihre Kurven auf festen Pisten zu schwingen. Rund 26 Kilometer von blau über rot bis schwarz haben ihnen die Österreicher dazu präpariert. Zwei schwarze Pisten kommen seit diesem Dezember dazu. Für diejenigen, die sich dem Berg beweisen wollen. Möglich ist das durch einen neuen Sechser-Sessellift, durch den die Einheimischen ihre Bergwelt wieder einmal erweitert haben.

Eine Bergwelt für Skifahrer, Snowboarder, Tourengeher. Aber auch für Schlittenfahrer, die ihre eigenen Pisten wünschen, und Langläufer, die die verschneite Landschaft allein erkunden wollen. Für sie gibt es ein Netz aus Loipen, das einer Straßenkarte gleicht und bis an den Fuß des Stubaier Gletschers führt. Dem Königreich des Schnees mit dieser besonderen Atmosphäre und all seinen Welten.

Picutre Credit/Bildnachweis:

Tourismusverband Stubai Tirol
Stubaier Gletscher
Andre Schönherr

Text: F.von Consolati
 



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