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05.02.2017

Die Dos and Don’ts des Duzens

In deutschen Unternehmen wird das „Du“ immer beliebter

Es scheint, als würde das gute, alte Siezen immer mehr in der Versenkung verschwinden. Ein großes schwedisches Möbelhaus duzt seine Kunden in der offiziellen Ansprache schon seit Jahren konsequent, die Otto Group machte vergangenes Jahr Schlagzeilen, weil ihr Vorstandschef allen weltweit 53.000 Mitarbeitern das „Du“ angeboten hat.

Und wer ist nicht schon einmal beim Shopping von einem Verkäufer einfach geduzt worden. Aber wie sieht die Realität in deutschen Büros heute aus? Welche – geschriebenen und ungeschriebenen – Gesetze müssen Sie beachten und in welche Fettnäpfchen können Sie tappen?

Duzende Start-ups, siezende Bürokraten

Laut einer aktuellen Umfrage unter 17.000 Fachkräften, herrscht in rund jedem dritten deutschen Unternehmen eine Kultur des Duzens. Vom Lehrling bis zur Chefetage wird hier konsequent geduzt. Dort, wo sich „Du“ und „Sie“ im beruflichen Alltag noch stärker mischen, werden die Kollegen allerdings häufiger geduzt als die Vorgesetzten. Auch die Betriebsgröße spielt offenbar eine Rolle: in kleinen Firmen mit unter 50 Mitarbeitern ist fast jeder Zweite mit allen per Du.

Laut Umfrage geht es vor allem in den Bereichen Kommunikation und Digitales eher ungezwungen zu. Schwer vorstellbar, dass sich zwei Programmierer der Generation Y in ihrem Start-up mit „Herr Müller“ und „Herr Meier“ anreden. Umgekehrt – und wenig überraschend – dominiert insbesondere im Bankensektor und im öffentlichen Dienst noch die förmliche Anrede.

Vorbild USA

Die neue Duz-Kultur in deutschen Büros und Kantinen ist ein internationaler Trend. In den USA zum Beispiel reden sich die meisten Menschen im Unternehmen einfach mit dem Vornamen an. Vereinfacht wird das dadurch, dass sich mit dem „you“ im englischsprachigen Raum auch niemand zwischen „Du“ und „Sie“ entscheiden muss. Außerdem bedeutet die vermeintlich vertrauensvolle Ansprache durch den Chef noch lange nicht, dass er auch Ihr Freund ist.

Tipps für den Arbeitsalltag

Der Knigge meint zum Thema „Du oder Sie“: „Jede volljährige Person hat nach allgemeiner Auffassung ein Recht darauf mit ‚Sie‘ angesprochen zu werden. Dies ist die Regel, das ‚Du‘ demnach die Ausnahme.“ Traditionell gilt im privaten Umfeld das Prinzip, dass die Frau dem Mann das „Du“ anbietet, der Ranghöhere dem Rangniedrigeren sowie der Ältere dem Jüngeren.

Was Sie besser ebenfalls vermeiden, ist, andere ungefragt zu duzen. Wenn Sie eine neue Arbeitsstelle antreten und dabei künftige Kollegen und Vorgesetzte kennenlernen: Fallen Sie nicht gleich mit dem „Du“ ins Haus. Sie könnten Ihrem Gegenüber damit auf die Füße treten. Eine repräsentative Umfrage bestätigt: fast 40 Prozent der Bundesbürger fühlen sich pikiert oder gar beleidigt, wenn sie spontan und unaufgefordert geduzt werden. Wenig überraschend: jüngere Generationen sehen das etwas entspannter als Ältere.

Unser Tipp: Sofern Sie nicht in einem hippen und hierarchiefreien Start-up-Unternehmen arbeiten, sind Sie mit der förmlichen Variante der Ansprache Ihres Gegenübers im Zweifel erst mal auf der sicheren Seite. Egal ob Chef oder Kollege. Wenn alles passt, gibt es bestimmt noch eine Gelegenheit, sich beruflich „näher“ zu kommen und das „Du“ anzubieten.

Bildrechte: Orizon GmbH



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