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09.12.2015

Die Kelly Family hat sich verjüngt

Aus einem "Angel" wurde ein verantwortungsbewusster Angelo



Er war der Jüngste der legendären Kelly-Family („Angel“), Teenie-Schwarm und mehrfacher Millionär. Seit 2006 ist Angelo Kelly, 33, als Solokünstler erfolgreich. Dennoch lässt er jetzt die Kelly Family wieder ein wenig aufleben. So wie Angelo einst mit seinem Vater und bis zu acht seiner elf Geschwister auf der Bühne stand, tritt er heute gemeinsam mit seiner Frau Kira, 35, und den Kindern Gabriel, 13, Helen, 12, Emma, 9, und Joseph, 4, auf.

Derzeit tourt die Familie mit ihrem „Irish Christmas“-Projekt quer durch Deutschland und fast alle Auftritte sind ausverkauft. Am 25. Dezember treten sie erstmals in der Carmen Nebel-Show  im deutschen Fernsehen auf. Alles erinnert tatsächlich an früher, doch nur fast. „Ich gehe an dieses Familien-Projekt sehr behutsam und mit großem Respekt und entsprechend vielen Pausen zwischendrin heran. Das haben wir damals nicht so gemacht, weil meinem Vater einfach die Erfahrung fehlte“, erzählt der Musiker, der selbst im Juli zum fünften Mal Vater geworden ist. Seit William auf der Welt ist, ist Angelo zugleich auch der Kelly mit den meisten Kindern.
 
Angelo erinnert sich gerne an seine Kindheit und Jugend. „Die Zeit bis zum großen Erfolg 1994 war echt der Hammer. Wir waren eine Einheit und ich fühlte mich in meiner Familie unheimlich geborgen und stark. Damals hatte ich ein unglaubliches Gefühl der Freiheit. Zwar konnte täglich etwas Unvorhergesehenes passieren, aber ich habe es nicht als beängstigend empfunden, eher als aufregend. Und habe dabei gelernt, Vertrauen in Menschen und ins Leben zu haben. Für diese Erfahrung und seine unendliche Liebe bin ich meinem Vater bis heute dankbar.“

Angelo hatte ein schlechtes Gewissen, seine Kindern gegenüber, die dieses Lebensgefühl der Freiheit so nicht kannten. „Sie lebten in festen Strukturen, gingen zur Schule, während ich alleine auf Tournee war und sie kaum gesehen habe. Außerdem fühlten wir uns in der Stadt doch sehr eingeschränkt und beengt.“ Deshalb brach die Familie 2009 in Bonn die Zelte ab, kaufte sich ein Wohnmobil und reiste fast vier Jahre durch Europa. „Als Familie hat uns das noch mehr zusammengeschweißt“, berichtet Angelo, der während dieser Zeit wieder auf der Straße gesungen hat.

„Das war für mich ein erster Schritt zurück in die Vergangenheit.“

Seit etwas über einem Jahr ist die Familie wieder sesshaft. Sie lebt ganz bescheiden auf dem Land in Irland, mit eigenem Wald für das Kaminholz, eigener Wasserquelle und selbst angebautem Obst und Gemüse. Die Kinder wachsen gesund, frei und völlig unbeschwert im Einklang mit der Natur auf und werden nicht in der Schule, sondern von den Eltern unterrichtet. „Die Hauptarbeit leistet Kira. Ich bin für die Musik, das Kulturelle, aber auch für volkswirtschaftliche, geschichtliche und politische Themen zuständig.“



Auch wenn Angelo und Kira heute mit ihren Kindern auf der Bühne stehen, gehen sie einen anderen Weg als die Kelly Family von einst. Weder sucht Angelo den Megaerfolg noch will er wieder in großen Hallen oder Stadien auftreten. „Vor einer großen Masse zu spielen, in der ich einzelne Gesichter nicht mehr erkennen kann, gefällt mir nicht. Mir sind kleine Theater mit nur einigen hundert Leuten lieber, weil dort einfach die Stimmung viel persönlicher, familiärer ist.“

Mit der eigenen Familie zu musizieren, fühlt sich heute für Angelo Kelly anders an als zu seiner Jugendzeit. „Als Vater bringe ich meinen Kindern etwas bei, bin ihr Mentor. Diese musikalische Entwicklung war ja nicht geplant, sondern ein natürlicher Prozess, der sich zu allererst an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder orientiert. Und so soll es auch bleiben. Deshalb trage ich eine große Verantwortung dafür, dass unser Familienprojekt nicht zu einem reinen Business wird.“

Derzeit  musizieren also wieder sechs Kellys auf der Bühne. Doch bis zur vollen Stärke fehlen noch ein paar. Angelo lacht und schüttelt den Kopf. „Sechs Kinder sind okay, aber mehr werden es garantiert nicht. Auch wenn Kinder für mich das größte Geschenk des Lebens sind, ist es heute nicht mehr so einfach eine Großfamilie zu haben. Vor allem, wenn man ihr etwas bieten will.“

Fotos: Angelo Kelly

Die Daten für die „Irish Christmas“-Tour 2016 findet man unter www.angelokelly.de

Das Interview führte unsere liebe Kollegin Patricia Leßnerkraus



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