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       30. Mrz 2014

„Ein Blues für die Lady“

Volker Erbes ist zurück als Romancier

Mit „Ein Blues für die Lady“ legt Volker Erbes einen neuen Roman im Verlag mainbook / Frankfurt vor. Nach seiner Debut-Erzählung 'Die Blauen Hunde' (Suhrkamp), dem vielbeachteten Roman 'Die Spur des Schwimmers' (AB/Eichborn) und dem Karate-Crack 'Pumaschuh' (Haffmans) ist „Ein Blues für die Lady“ in Frankfurt angesiedelt und erzählt eine geheimnisvolle Geschichte um einen Musiker, der seine Erinnerung verloren hat.

In abgelegenen Parks, wo er mit seiner Trompete übt, begegnen ihm Frauengestalten. Am Ende bleibt stets ein Foto von ihm. Als er das Angebot des schwerreichen Fleckensteins annimmt, in seinem Club zu spielen, und er der ungreifbaren Sängerin Echo begegnet, die er aus seinem früheren Leben zu kennen glaubt, folgt ein mörderisches Finale und er erkennt den Schattenwurf seiner verlorenen Vergangenheit wieder.

Obwohl die Bücher von Volker Erbes stets um zentrale Fragen menschlichen Vermögens und sozialer Akzeptanz kreisen, und in ihrer sprachlichen Eigenart, spielerisch alle literarischen Mittel nutzend, trotzdem unverkennbar sind, blieb ihr Autor meist so etwas wie ein Geheimtipp. Die wechselnden Logos namhafter Verlage, die seine Bücher veröffentlichten, sind eher Zeichen dafür, dass es dem Autor weniger um Zugehörigkeit, gar Zustimmung ging als um den Versuch, die Grenzbereiche zu erkunden, in denen er noch sagen und schreiben kann. Konsequent hörte er vor zwanzig Jahren überhaupt auf zu publizieren. Er wandte sich den philosophischen Fragen zu, die ihn bereits als Schüler und Student beschäftigten, befasste sich mit den neuen Verfahren der transpersonalen Psychologie, begann zu meditieren und startete eine zweite Karriere als Maler. Mit dieser Lebenswende teilte er in gewissem Sinne das Schicksal seiner Romanhelden, für die innere Stimmigkeit stets mehr Gewicht hatte als gesellschaftliche Akzeptanz und äußere Bestätigung.

In seinen Romanen sind es die Beziehungen zu starken, wenn auch zerrissenen Frauen, die in einer subtilen Weise an diesen scheinbar abseitigen Lebenswenden beteiligt sind.

Es scheint, dass dieses 'authentic Movement', das seine Figuren treibt, auch für den Autor selbst bestimmend ist, der, wie er im Vorwort seines Erfahrungsberichts über einen 40-Tage Meditations-Retreat schreibt, als „zynischer Absolvent aller Frankfurter Schulen“ gleich wohl „fern des Literaturbetriebs und abseits der Krippen“ lebt.

Sein neuer Roman gibt dafür so etwas wie einen Schlüssel an die Hand. Es sind nicht so sehr die Rollen, die einer spielt, um als Musiker, Geschäftsmann oder Liebhaber Erfolg zu haben – es ist der Erfolg selbst, der irgendwann offenbart, dass dem Gefeierten etwas verlorenging. In „Ein Blues für die Lady“ ist es ein Teil seiner Lebensgeschichte, die dem Trompeter abhanden gekommen scheint und die er nicht mehr zu erinnern vermag. Doch gerade dieser Verlust wird zum Movens seiner Errettung. In seinem gesamten Umfeld ist er der einzige, der diesen Verlust zuerst gar nicht verspürt. Erst als er sich den rätselhaften Bildern stellt, die ihn immer wieder schockhaft überfallen, löst er den Bann, der auf allen liegt, die in diese Geschichte verwickelt sind. Der Roman ist so eine Metapher für die verschwiegene Wahrheit, dass die eigentliche Droge, welche die ganze Gesellschaft bannt, der Verlust ihrer Erinnerung an das ist, was sie, jenseits ihrer Rollen und Erwartungen, als Menschen für und gegeneinander eigentlich sind.

„Ein Blues für die Lady“

Volker Erbes
mainbook Verlag
ISBN 9783944124094
Preis: 10.90 Euro 
E-Book
ISBN 9783944124414
Preis: 7.99 Euro



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