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       27. Oktober 2013

Eine schöne Bescherung

Alle vier Minuten wird irgendwo in Deutschland eingebrochen. 2012 verzeichnete die Statistik des Bundeskriminalamtes 144.117 Wohnungseinbruchsdiebstähle und damit fast 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur gut 15 Prozent davon wurden aufgeklärt. Doch selbst wenn die Täter der Polizei ins Netz gehen, ist die Wahrscheinlichkeit, Gestohlenes wieder zu bekommen, nur sehr gering.

Die Versicherungen schätzen die Kosten für Einbruchschäden in 2012 auf rund 470 Millionen Euro. Neben dem finanziellen Schaden wiegen das Eindringen in die Privatsphäre und der Verlust des Sicherheitsgefühls in den eigenen vier Wänden für viele Betroffene jedoch viel schwerer.

Gerade in der dunklen Jahreszeit sind Privatimmobilien ein beliebtes Angriffsziel von Einbrechern.

Ralf Debnar ist Mitarbeiter des Zentrums Prävention beim Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen. Er fasst die wichtigsten Maßnahmen zusammen, wie sich das Zuhause gegen Eindringlinge sichern lässt.

Richtiges Verhalten

Einbruchschutz fängt schon mit dem richtigen Verhalten an. So sollten Eingangs- und Terrassentüren auch bei Anwesenheit nicht unbeobachtet offen stehen, weil sogenannte „Ausspäher" sonst die örtlichen Gegebenheiten schon einmal unbemerkt erkunden können. Beim Verlassen von Haus oder Wohnung sollten – auch wenn es nur kurzfristig ist – Türen und Fenster fest verschlossen werden. Die Kippstellung sollte genauso tabu sein wie das einfache Zuziehen der Haustür. Viele Einbrecher schrecken vor ihrer Tat zurück, wenn die Bewohner zuhause sind. Deshalb sollten Haus und Wohnung immer einen bewohnten Eindruck machen. Das lässt sich zum Beispiel mit Zeitschaltuhren für Leuchten oder auch einem sogenannten Fake-TV, einem Fernsehsimulator, erreichen. Bei längerer Abwesenheit ist dafür zu sorgen, dass der Briefkasten nicht überquillt, die Rollläden nicht dauerhaft geschlossen sind und der Rasen nicht in Rekordhöhen wächst.

Nachbar sei wachsam

Ein ganz wesentlicher Baustein beim Einbruchschutz sind aufmerksame Nachbarn. Sie sollten auf Ungewöhnliches rund ums Haus achten und bei Verdacht sofort die Polizei rufen.

Mechanischer Einbruchschutz


Einbrecher schlagen dort zu, wo sie schnell und mit geringem Risiko zum Ziel kommen. Eine Schwachstelle sind dabei Fenster und Terrassen- oder Balkontüren. Anders als in vielen Krimis dargestellt, schlagen die ungebetenen Gäste dabei selten die Scheibe ein. Der entstehende Lärm würde zu viel Aufmerksamkeit erregen. In vielen Fällen reicht ihnen zum Aufhebeln ein einfacher Schraubenzieher.

Bereits mit wenigen gezielten Maßnahmen lassen sich die größten Sicherheitslücken schließen. Wer nicht gleich einbruchhemmende Fenster einbauen möchte, kann die vorhandenen wirkungsvoll nachrüsten lassen, so zum Beispiel durch abschließbare Fenstergriffe, aufschraubbare Nachrüstsicherungen sowie einbruchhemmende Fensterbeschläge.

Auch die Haustür kann durch Mehrfachverriegelungen, Bändersicherungen und einbruchhemmende Einsteckschlösser wirkungsvoll aufgerüstet werden. Ein Türspion sollte genauso wenig fehlen wie ein Zusatzschloss mit Sperrbügel. Querriegelschlösser finden Einsatz, wenn ein ausreichend stabiles Türblatt zusätzlich gesichert werden soll. Bei Nebeneingangstüren erfüllen Metallstangen, die innen vor der Tür befestigt werden, den gleichen Zweck. Häufig gekippte Keller- und Nebenfenster können durch solide Gitter gesichert werden. Ralf Debnar empfiehlt, dass auf jeden Fall alle einbruchhemmenden Produkte mindestens der Widerstandsklasse (WK) 2 beziehungsweise Resistance Class (RC) 2 entsprechen und gemäß DIN EN 1627 verbaut werden.

Zusätzliche Sicherheit durch eine Alarmanlage

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, ist mit dem Einbau einer Einbruchmeldeanlage gut beraten. Sie macht allerdings erst dann Sinn, wenn bereits mechanische und bauliche Sicherungseinrichtungen ein Eindringen erschweren. Sie sollte Täter abschrecken, so dass es gar nicht erst zu einem Einbruch kommt.

Die verfügbaren Varianten von Alarmanlagen sind ungezählt: Mit Funkmodulen oder verkabelt, mit Bewegungsmeldern für die Innenräume oder Kontaktsicherungen an Fenstern und Türen. Experte Ralf Debnar rät: „Die Auslösung eines optischen und akustischen Alarms sollte bereits erfolgen, bevor die Einbrecher die mechanischen Sicherungen überwunden haben. Zusätzlich ist eine Alarmweiterleitung an eine Hilfe leistende Stelle wie zum Beispiel ein Sicherheitsunternehmen zu empfehlen."

Die Kriminalpolizei weiß Rat


Grundsätzlich sollte man vor dem Einbau jeglicher Sicherheitsmaßnahme kompetente Beratung in Anspruch nehmen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen kommen auf Wunsch sogar zu den Ratsuchenden nach Hause. Sie halten auch Listen mit geeigneten Produkten und Fachfirmen bereit", so Ralf Debnar. Denn längst nicht alle Angebote am Markt würden die geltenden Normen und Richtlinien erfüllen oder seien von zugelassenen Prüfstellen zertifiziert.

Schon mit kleineren Maßnahmen ist es möglich, Einbrechern das Leben schwer zu machen. Doch ein umfassendes Sicherheitskonzept kann schnell einige Tausend Euro kosten. Bausparexperte Jochen Ament von der Deutschen Bausparkasse Badenia weiß Rat: „Investitionen in die Einbruchsicherung einer Immobilie lassen sich bequem durch einen Bausparvertrag wie zum Beispiel ImmoFit finanzieren, der schon nach kurzer Zeit Verfügungsmöglichkeiten bietet."

Weitere Informationen unter: polizei-beratung.de und badenia.de
 



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