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       23. September 2016

Fokusthema Hausapotheke – gut sortiert für kleine Notfälle gerüstet

Laut einer Umfrage der Apotheken Umschau haben 80 % der deutschen Haushalte eine Apotheke zu Hause. Bei kleinen Verletzungen, Kopfschmerzen oder beginnender Erkältung ist sie oftmals der Retter in der Not.

Doch leider wird die Hausapotheke viel zu selten auf Aktualität und Inhalt geprüft: Nur ein Drittel der Befragten tut dies regelmäßig, und dann auch nur alle zwei Jahre. Dabei sollten Verbandsmaterialien und Medikamente mindestens einmal pro Jahr überprüft und gegebenenfalls ersetzt oder aufgefüllt werden.

Vor dem Befüllen den optimalen Platz finden

Laut der oben genannten Umfrage hängt auch jedes zweite Medizinschränkchen am falschen Platz. Wie auch unsere medicalpress-Expertin Barbara Knapp empfiehlt, sollte „die Lagerung an einem Ort mit geringer Luftfeuchtigkeit und möglichst konstanter Temperatur stattfinden – also nicht im Badezimmer, sondern eher im Schlafzimmer oder Arbeitszimmer“.
 
Was gehört in die Hausapotheke?
Neben Verbandszeug wie Pflastern, Wundverbänden und sterilen Kompressen, die ebenfalls regelmäßig auf ihr Verfallsdatum kontrolliert werden müssen, gehören natürlich Medikamente in das Schränkchen:  Vor allem solche, die regelmäßig gebraucht werden, z. B. bei chronischen Krankheiten.

Darüber hinaus sollte jeder Haushalt Schmerz- und Fiebermittel parat haben sowie erste Helfer gegen Erkältungskrankheiten.

Gegen Magen-Darm-Beschwerden ist es sinnvoll, Elektrolytlösungen (bei Durchfall und Erbrechen) und Abführmittel vorrätig zu haben. Bei äußerlichen Verletzungen mit offenen Wunden hilft ein Wunddesinfektionsmittel sowie eine Wundsalbe, bei Prellungen oder Zerrungen eine entsprechende Salbe oder ein Gel.

Im Sommer ist es wichtig, Mittel gegen Mückenstiche oder Sonnenbrand griffbereit zu halten. Hilfreiche Extras sind Schere, Pinzette oder Zeckenzange, Fieberthermometer und Einmalhandschuhe.

Achtung: Kinder
In einem Haushalt, in dem kleine Kinder leben, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Hausapotheke an einem sicheren Ort hängt (Empfehlung: mindestens 1,5 Meter hoch) und abschließbar ist. Zudem sollte sie in diesem Fall noch einige weitere Medikamente enthalten: ein kindergeeignetes Nasenspray, altersentsprechender Hustensaft, Fieberzäpfchen oder –saft sowie bei Bedarf Mittel gegen Zahnungsbeschwerden.

Weitere Tipps für die perfekte Hausapotheke


Hängen Sie eine Liste mit Telefonnummern gut sichtbar in den Schrank: Haus- und Kinderarzt, das nächstgelegene Krankenhaus, die Apotheke des Vertrauens, Notruf und Giftnotrufzentrale.

Werfen Sie auf keinen Fall die Originalverpackungen weg: Erstens ist dann das Verfallsdatum eventuell nicht mehr sichtbar, und zweitens sollte immer der Beipackzettel griffbereit sein, um Wechselwirkungen oder Verwechslungen zu vermeiden.

Prüfen Sie Ihren Medizinschrank regelmäßig nach abgelaufenen Medikamenten. Auch offene Packungen wie z. B. Cremes oder Nasenspray sollten nach Ablauf der Aufbrauchfrist entsorgt werden. Nasenspray sollte zudem nur von einer Person verwendet werden.
   
Eingetrocknete oder verflüssigte Cremes und Salben, rissige Dragees oder verfärbte Tabletten auch schon vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums entsorgen.

Quelle: medicalpress




 



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