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       6. Februar 2014

Food@ucation bald in ganz Deutschland?

Was ist Politik und Gesellschaft das Schulessen der Kinder und Jugendlichen in diesem Land wert? Sternekoch Johann Lafer fordert, über neue Finanzierungsmodelle für Schulverpflegung zu diskutieren. Ja, er möchte die Schulverpflegung in diesem Land nachhaltig revolutionieren.  Seit Ende 2012 betreibt er u.a. die Schulmensa des Gymnasiums Am Römerkastell in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. „Mein Herzenswunsch ist, so vielen Schülern wie möglich in Deutschland zu einem bezahlbaren und leckeren Schulessen zu verhelfen.“

In Berlin sprach er über sein Rezept, wie sich mit dem Modell food@ucation die Image- und Qualitätsmisere in der Schulverpflegung überwinden lässt.

Dem Sternekoch und seinem Team gelang es in nur einem Jahr, Schüler, Eltern und Lehrer von der Mensa mit Bildungsanspruch zu überzeugen. Das zeigt die tägliche Zahl der Essensteilnehmer. Waren es anfänglich 140 Essen, wurden bereits Ende 2013 täglich rund 450 Essen an die Schüler ausgegeben. Das Budget für das Mittagessen ist nicht größer als der durchschnittliche Caterer-Preis im Landkreis Bad Kreuznach. Bei food@ucation arbeiten Schüler, Lehrer, Eltern und Ernährungswissenschaftlerin Hand in Hand. Schüler entscheiden im Mensa-Ausschuss bei der Menüauswahl mit und kreieren leckere Gerichte. Dabei geht es nicht nur um schmackhaftes Essen, sondern auch um schulische Bildungsangebote rund um die Ernährung und vor allen Dingen um eine tolle Atmosphäre in der Mensa, die beliebter Treffpunkt für die Schüler ist. Wissenschaftlich begleitet wird das Pilotprojekt von der Hochschule Fulda. Erfasst werden u.a.  Vorlieben, Geschmack und Ernährungsverhalten der Kinder und Jugendlichen. Bis 2015 möchte Johann Lafer ein „praxistaugliches und tragfähiges Modell entwickeln, damit das Erfolgsrezept food@ucation auch an anderen Schulen deutschlandweit umsetzbar wird.“

Will Deutschland seinen Kindern Schulmensen mit Qualitäts- und Bildungsanspruch anbieten, dann muss über eine neue Preisgestaltung diskutiert werden. Qualität ist für Schulcaterer unbezahlbar. Die Bundesregierung soll die Umsatzsteuer auf sieben Prozent für kommerzielle Schulverpflegung reduzieren. Hundefutter, Taxifahrten, Schnittblumen würden schon reduziert besteuert, nicht aber das Schulessen. Und das seien falsche Prioritäten, kritisiert Lafer.  Am liebsten wäre ihm eine kostenlose  Schulverpflegung nach dem Beispiel Finnlands. 

„Es reicht nicht, nur über Preise zu sprechen.“ Gerade Ganztagsschulen müssen ihrer Verantwortung besser gerecht werden können, Ernährung auch als Bildungsauftrag in den Schulalltag zu integrieren. Die Qualität einer Mensa bemisst sich nach Meinung von Johann Lafer an der Akzeptanz der Schülerinnen und Schüler und verlangt deren Mitbestimmung.

Foto: LessingvonKlenze Kommunikationsberatung GmbH

Text: Felicitas Morgenstern (FM)



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