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       13. April 2015

Forever Fit

Das Ehepaar Lauterbach gibt Fitness Tipps

Bedauerlicherweises sind manche Schauspieler ja bekannt für einen exzessiven Lebensstil. Gott sei Dank gibt es starke Frauen wie Victoria Lauterbach - Sie hat ihren Mann Heiner dazu gebracht heute gesund zu leben und sich mit Sport sowie einer ausgewogenen Ernährung fit zu halten. Wie das funktioniert, hat das Ehepaar im ersten gemeinsamenen  Buch "Forever fit" festgehalten. Ein paar Infos der Powerfrau Victoria Lauterbach finden Sie im Interview mit der Redaktion.

Sie hat aus einem exzessiven Partylöwen einen gesundheitsbewussten Familienvater gemacht: Viktoria Lauterbach, seit 2001 mit Schauspieler Heiner Lauterbach verheiratet und Mutter von Maya, 12, und Vito, 7. Als die gebürtige Libanesin ihren Heiner kennenlernte, machte der Kettenraucher vor allem mit wilden, durchzechten Nächten von sich reden. „So hätte ich nicht mit ihm leben können“, erzählt Viktoria heute. In intensiven Gesprächen über den ungesunden Lebenswandel, seine verheerenden Blutwerte und daraus drohende Folgen, erreichte sie ein Umdenken. Heute treibt der Schauspieler regelmäßig Sport und greift zu Vitamindrinks statt zum Rotwein. „Heiner hat jetzt einen tollen Körper und mit seinen 61 Jahren bessere Blutwerte als ich“, schwärmt sie. Jetzt hat das Ehepaar das Buch „Forever fit: Das clevere Training ohne Geräte. Workouts, die wirken - Smoothies, die pushen - Fitness, die bleibt“ herausgebracht. In "Forever fit" beschreiben die Lauterbachs, wie leicht es für jedermann ist, sich ausgewogen und gesund zu ernähren und die nötige Bewegung in den Alltag zu integrieren, auch ohne sich in einem teuren Fitness-Studio anzumelden.  

Mit 42 Jahren sind Sie noch immer schlank wie ein junges Mädchen…
Ohne Sport und gesunde sowie disziplinierte Ernährung würde ich sehr schnell zunehmen.

Naschen, Schlemmen, Faulenzen, das alles ist tabu für Sie?
Ich backe gern, liebe Kuchen Schokolade und wie die ganze Familie Eis. Unsere Kühltruhen sind voll damit. Diesen Genuss gönne ich mir, aber in Maßen. Und wenn ich doch mal über die Stränge geschlagen habe, trainiere ich mehr und esse drei Mal die Woche nach 17.00 Uhr nichts mehr.

Sie und Ihr Mann strotzen nur so vor Vitalität...
Wir fühlen uns fit und gesund, leben sehr körperbewusst. Heiner und ich sind davon überzeugt, dass eine gute Ernährung in Kombination mit Bewegung uns lange jung hält. Ich mag beispielsweise am liebsten frische Säfte, frisches Gemüse und Obst und zwar schon immer. Das musste ich nicht erst groß lernen. Und ich esse gerne Lebensmittel, die eine gute Qualität und Geschmack haben. Gesund leben ist für mich von klein an eine Selbstverständlichkeit, etwas, worüber ich nicht groß nachdenken musste - ein Instinkt.

Wie ist die Idee zu „Forever fit“ entstanden?
Viele Menschen wollten von Heiner wissen, wie er vom Rauchen und vom Alkohol wegkam. Andere wollten wissen, mit welchen Workouts er sich in Form bringt oder fragten nach unseren Smoothie-Rezepten. All das und vieles mehr beantworten wir im Buch. „Forever fit“ ist eine Motivationshilfe und ein Ratgeber für ein gesünderes Leben, das beginnen sollte, bevor der Arzt die rote Karte zeigt.

Wie haben Sie Ihrem Mann geholfen, sein Leben zu ändern?
Ich bin mit der orientalischen Küche groß geworden. In unserer Familie gab es weder Tiefkühlkost noch Fertiggerichte, es wurde immer frisch gekocht. Täglich gab es Obst und Gemüse. Das setze ich in unserer Ehe fort. Für Heiner war aber auch wichtig, dass ich ihn bei Rückfällen ohne Vorwürfe wieder aufgebaut und motiviert habe, sein Ziel weiter zu verfolgen.

Rückfälle sind aber normal bei einer solch enormen Änderung, denke ich. Das muss jeder berücksichtigen, der etwas ändern will. Bei Heiner gab es die immer mal wieder – es gab Phasen, in denen alles gut lief, drei Wochen am Stück vielleicht, und dann war wieder irgendeine Feier mit Freunden und ich wusste, das wird heute ein schwieriger Abend. Heiners Ziel war ja nicht, sein ganzes Leben abstinent zu bleiben, sondern wenn er darauf Lust hatte, sich auch mal für den reinen Genuss ein Glas Wein oder eine Zigarre zu gönnen.

Schauen Sie bei der Nahrung auf den Preis?
Wenn ich Lebensmittel kaufe, achte ich nur auf Qualität. Die Zutaten, die für unsere Smoothies ja ungekocht verarbeitet werden, kaufe ich nur im Bioladen. Auf Smoothies bin ich erst durch Heiner gekommen. Diese Drinks sind wahre Vitaminbomben. Seither haben wir alle viel mehr Energie und Abwehrkräfte.

Sind Ehrgeiz und Disziplin der Schlüssel für Ihre Fitness?
Beides gehört unbedingt dazu, doch mein Mann ist da viel extremer als ich. Während ich schon mal nachlässig bin, zieht er sein Ding konsequent durch. Seinen Sport trägt er täglich fest im Terminkalender ein.

Treiben Sie gemeinsam Sport?
Heiner trainiert ja wahnsinnig viel. Ich würde das zeitlich gar nicht hinkriegen. Aber er hat durch seine Arbeit einen ganz anderen Rhythmus als ich mit Kindern, Küche und Karriere. Manchmal gehen wir zusammen Joggen oder Radfahren. Doch Heiner ist viel ausdauernder, trainierter und schneller als ich. Da kann ich nicht mithalten, denn sonst spielt mein Kreislauf verrückt. Auch bei seinen anstrengenden Workouts muss ich passen. Ich habe für mich Tabata entdeckt. Das ist ein Intervall- und Kraftausdauertraining ohne Geräte, ist sehr effektiv und einfach und man muss pro Tag nur ungefähr 15 Minuten investieren.

Die Kinder von heute lieben Süßes, Fast Food und spielen am liebsten am PC...
Bei uns gibt es klare Regeln: Fernsehen, PC oder Spielkonsole sind während der Woche verboten. Maya darf ihr Handy täglich auch nur 30 Minuten nutzen. Beide Kinder treiben Sport. Vito klettert und geht zum Fußball, Maya tanzt und spielt Tennis, beide schwimmen gerne. Da sie von Anfang an daran gewöhnt sind, mögen sie Obst und Gemüse und helfen begeistert bei der Zubereitung der Smoothies. In Maßen bekommen sie auch Schokolade oder Kekse. Aber: Getrocknete Datteln oder Mangos stillen ebenso gut den Heißhunger auf Süßes. Und natürlich essen wir unterwegs auch mal Burger mit Pommes. Für den Speiseplan daheim ist das jedoch absolut tabu.

Sind Sie eine strenge Mutter?
In gewissen Dingen bin ich schon streng, aber ich spreche viel mit den Kindern und erkläre ihnen meine Entscheidungen. Aber manchmal nutzt auch das Reden nichts und dann werde ich laut. Generell ist es bei uns extrem laut. (lacht) Ich bin sehr emotional und euphorisch.

Wie strafen Sie?
Die schlimmste Strafe für die beiden ist absolutes Fernseh- und Elektronikverbot auch am Wochenende. Doch leider bin ich nicht immer wirklich konsequent und lasse mich gelegentlich wieder umstimmen.

Text: Patricia Leßnerkraus, Bilder: GRÄFE UND UNZER



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