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03.01.2020

Chronische Netzhauterkrankungen durch regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt frühzeitig erkennen und behandeln

Diabetisches Makulaödem und altersabhängige Makuladegeneration:

Amsler-Gitertest - Spätstadium (Bayer healthcare)

Chronische Erkrankungen der Netzhaut können zu ernsthaften Beeinträchtigungen des Sehens führen. Zu diesen Erkrankungen zählt die altersabhängige Makuladegeneration (AMD), von der bis zu 4,5 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Sie ist die häufigste Ursache für Erblindung in Deutschland, Tendenz aufgrund der demografischen Entwicklung steigend.

Es gibt zwei Formen der AMD: die trockene und die feuchte Form. Ebenfalls eine häufige Ursache für Erblindung ist die diabetische Retinopathie,1 an der etwa ein Drittel aller Menschen mit Diabetes erkranken. Daraus kann sich ein Diabetisches Makulaödem (DMÖ) entwickeln. Dank moderner Medikamente sind die feuchte AMD und das DMÖ heute gut behandelbar.

Diabetische Retinopathie
Die diabetische Retinopathie ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte führen zu Ablagerungen und Schäden an den Gefäßwänden. So werden auch die kleinen Gefäße in der Netzhaut des Auges brüchig, porös oder es tritt Flüssigkeit aus. Sammelt sich die Flüssigkeit an der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens, handelt es sich um ein Makulaödem. Etwa ein Drittel aller Menschen mit diabetischer Retinopathie entwickeln ein diabetisches Makulaödem (DMÖ). Ein DMÖ äußert sich durch schwarze Flecken im Blickfeld, unscharfes oder verschwommenes Sehen sowie verzerrte Linien. Betroffene bemerken auch häufig einen grauen Schleier, der sich über die Seheindrücke legt.

Vorbeugung für Menschen mit Diabetes

Ein schlecht eingestellter Blutzucker begünstigt die Entstehung eines DMÖ, ebenso Übergewicht, Rauchen, Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen und Bewegungsmangel. Daher sollten Menschen mit Diabetes auf eine möglichst optimale Blutzuckereinstellung und einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und genügend Bewegung achten. Außerdem werden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt für Menschen mit Diabetes empfohlen.

Altersabhängige Makuladegeneration
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung der Makula, die vorwiegend bei Menschen über dem sechzigsten Lebensjahr auftritt. Symptome sind unscharfes Sehen, verblasstes Farbsehen, gerade Linien die plötzlich verzerrt oder gebogen erscheinen und Einschränkungen im zentralen Gesichtsfeld. Im Frühstadium kann es durch Ablagerung von „Stoffwechselabfällen“ zu der Entwicklung von Drusen im Bereich der Makula kommen. Hauptbestandteil der Drusen sind Fette. Verantwortlich hierfür sind Alterungsvorgänge im Bereich der Makula. Die altersabhängige Makuladegeneration zeigt sich in zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen. Bleibt es bei diesen Ablagerungen (Drusen), handelt es sich um die trockene Form, bei der sich die Sehkraft schleichend verschlechtern kann und für die es aktuell keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die trockene kann sich zu einer feuchten AMD entwickeln. Als Reaktion auf die Ablagerungen kommt es zu krankhaften Gefäßneubildungen mitbrüchigen Gefäßwänden und Netzhauschäden durch Flüssigkeitsansammlungen und Einblutungen in
der Netzhaut. In diesem Fall verschlechtert sich die Sehkraft oftmals sehr schnell. Doch es gibt
wirksame Behandlungsmöglichkeiten, um diesen Prozess zu verlangsamen oder aufzuhalten.2

Verzerrte Wahrnehmung (Bayer healthcare)

Risikofaktoren für eine AMD
Zu den Risikofaktoren für eine AMD gehören das Alter, Vererbung, Rauchen, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Stoffwechselstörungen. Vorbeugen lässt sich durch einen gesunden Lebensstil. Außerdem sollten Menschen über 60 Jahren grundsätzlich regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt wahrnehmen.3

Diagnose und Behandlung von DMÖ und AMD
Zur Diagnose von chronischen Netzhauterkrankungen nimmt der Augenarzt eine Reihe von Untersuchungen vor. Dazu gehören unter anderem ein klassischer Sehtest sowie eine Untersuchung des vorderen Augenabschnittest mit der Spaltlampe, eine Augenspiegelung und eine Optische Kohärenztomografie (OCT). Außerdem lassen sich mit dem Amsler-Gitter-Test erste Anzeichen einer Netzhauterkrankung selbständig feststellen. Sowohl beim DMÖ als auch bei der feuchten AMD wird eine medikamentöse Behandlung mittels sogenannter VEGF-Hemmer empfohlen.

Über VEGF-Hemmer
Der Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) ist ein körpereigener Botenstoff, der das krankhafte Wachstum neuer Gefäße anregen kann und die Durchlässigkeit der Gefäße sowie die Ödembildung fördert. Bei der Therapie mit VEGF-Hemmern wird dieser Botenstoff abgefangen, die Netzhautgefäße werden stabilisiert und Ödeme bilden sich zurück.
Ziel der Therapie ist es primär, die Sehschärfe zu erhalten. In vielen Fällen kann eine Sehverbesserung erreicht werden. Eine komplette Heilung ist nicht möglich. Der Erfolg der Behandlung steigt, je frühzeitiger mit der Behandlung begonnen wird. Außerdem muss konsequent und kontinuierlich behandelt werden, da es sich bei der feuchten AMD und dem DMÖ um chronische Erkrankungen handelt.

Verabreicht werden VEGF-Hemmer mit einer Spritze direkt in das Auge. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung und ist ein Routineeingriff, der in der Regel völlig schmerzfrei verläuft.

Zusammenfassung
• DMÖ und feuchte AMD sind chronische Erkrankungen des Auges und ohne Therapie eine der häufigsten Ursachen für Erblindung im Erwachsenenalter.
• Regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen eine frühe Diagnose der fAMD oder des DMÖ.
• Die fAMD und das DMÖ sind dank moderner Medikamente gut behandelbar.
• Wichtig für den Therapieerfolg ist es, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen.
• Entscheidend ist zudem, dass die Behandlung regelmäßig wiederholt wird. Über das Behandlungsintervall wird individuell anhand der Veränderung der Krankheitsaktivität und der Sehschärfe entschieden.

Quellen
1 http://cms.augeninfo.de/nc/hauptmenu/presse/statistiken/statistikaltersabhaengigemakuladegeneration.
html
2 Feltgen N und Hoerauf H. Z Allg Med 2011; 87 (11):452-458
3 Feltgen N und Hoerauf H. Z Allg Med 2011; 87 (11):452-458
Broschüre „Die altersabhängige Makuladegeneration, DOG BVA 2010
Dr. med. Eike Tobias Matthiessen, Augenärzte am Rathaus, Zentrum für Augenheilkunde, Hamburg



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