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08.05.2019

Trendwende beim Bezahlen im Einzelhandel

Kommentar von Panagiotis Karasavvoglou, Worldline

Lange galt Deutschland als (letzte) Bastion des Bargeldes. Während Karten überall auf der Welt immer beliebter wurden, zahlten die Bundesbürger nach wie vor am liebsten mit Scheinen und Münzen.

Doch nun scheint sich das auch hierzulande zu ändern: Laut einer Umfrage des Handelsforschungsinstituts EHI hatte Bargeld 2018 im Einzelhandel einen Anteil von 48,3 Prozent, Kartenzahlungen kamen hingegen auf 48,6 Prozent. Giro- und Kreditkarten liegen damit in der Gunst der Verbraucher erstmals leicht vor Bargeld. Dabei dürften auch Kontaktlos- und Mobile-Payment eine große Rolle gespielt haben, sind diese Verfahren für die Nutzer doch sehr bequem und durch das Handy allgegenwärtig.

Gewöhnen sich Kunden erst einmal an den neuen Standard, werden sie ihn bald überall erwarten – wie man es zum Beispiel in Großbritannien sehen kann. Der Kunde ist König. Er entscheidet, wie, wann und womit bezahlt wird. Händler, aber auch Gastronomen sind daher gefordert, eine adäquate Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten anzubieten. Sie dürfen nun nicht den Fehler machen, diesen Trend seitens der Verbraucher zu ignorieren – ansonsten drohen ihnen Nachteile im Wettbewerb um eine zunehmend bargeldlose Kundschaft.

Stattdessen sollte am Point of Sale die Infrastruktur bereitgestellt werden, um Zahlungen nach modernsten Standards abzuwickeln. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf der NFC-Kompatibilität von Terminals. Gerade bei den jüngeren Generationen zeigt sich, dass die Bezahlgewohnheiten immer diverser werden und es zunehmend an Bedeutung verliert, ob man per mobiler App auf dem Handy oder NFC-Karte der Bank bezahlt

Händler können sich darauf einstellen, indem sie die Gefahr minimieren, dass der Kauf nicht zustande kommt – etwa weil ein Kunde kein Bargeld dabei hat, die Schlangen an den Kassen zu lang sind oder schlicht das gewünschte Zahlungsmittel nicht zur Verfügung steht."

Foto: Pixabay



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