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       16. Dezember 2013

Interview auf geniesserinnen.de – „Aktiv gegen Rosacea“ und Ulrike Reinhard „Mit der richtigen Therapie fühle ich mich wieder wohl!“

In Deutschland leiden mehr als vier Millionen Menschen unter „Rosacea“, einer entzündlichen Hauterkrankung, die mit starken Gesichtsrötungen einhergeht. Die Symptome der Hautkrankheit äußern sich neben Gesichtsrötungen, Pickelchen und Knötchen mitunter auch durch Entzündungen an den Augen. Außerdem kann Rosacea im weiteren Verlauf zu Hautverdickungen und erweiterten Blutgefäßen führen. Ohne die richtige Behandlung verschlechtert sich das Hautbild mit der Zeit oft zunehmend.

Darüber hinaus haben Rosacea-Patienten auch mit einer Reihe von Vorurteilen zu kämpfen: Menschen mit einem geröteten Gesicht oder einer „Knollennase“ (eine durch Hautverdickungen vergrößerte Nase) werden oft als Alkoholiker abgestempelt, da viele die Symptome nicht richtig zuordnen können. Betroffene leiden sehr darunter, dass sich die Hauterkrankung im Gesicht nicht verstecken lässt. U. Reinhard (40) ist eine von den mehr als 4 Millionen Rosacea-Betroffenen in Deutschland und hat sich von der bundesweiten Aufklärungskampagne „Aktiv gegen Rosacea“  zu ihrer persönlichen Geschichte interviewen lassen.

Aktiv gegen Rosacea: Wann wurde bei Ihnen Rosacea diagnostiziert?
U. Reinhard: Meine Haut fing während meiner Schwangerschaft vor 12 Jahren plötzlich an zu spannen. Mein Gesicht blühte förmlich auf und ich bekam kleine Knötchen und Pickelchen. Der Arzt diagnostizierte mir zunächst „Schwangerschaftsakne“. Nachdem sich meine Haut nach der Schwangerschaft allerdings nicht verbesserte, suchte ich weitere Ärzte auf. Schließlich stellte einige Zeit später eine Hautärztin Rosacea bei mir fest.

Aktiv gegen Rosacea: Wie behandeln Sie die Rosacea-Symptome?
U. Reinhard: Zunächst hat mir die Hautärztin eine Creme gegen bakterielle Hautinfektionen verschrieben, die auch recht gut wirkte, aber den typischen Rosacea-Schüben nicht entgegenwirkte. Erst bei einer weiteren Fachärztin für Haut fand sich die optimale Therapie für mich – eine Kombi-Therapie aus zwei verschiedenen Wirkstoffen. Morgens verwende ich eine Creme mit dem Wirkstoff Metronidazol und abends trage ich eine Creme mit Azelainsäure auf. Zusätzlich habe ich für besonders schlimme Rosacea-Schübe ein niedrig dosiertes Antibiotikum. Der Wirkstoff Doxyzyklin setzt  sich über den Tag verteilt frei und kann dadurch auch über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden. Außerdem achte ich auf meine persönlichen Provokationsfaktoren – die sogenannten „Trigger“.

Aktiv gegen Rosacea:  Was sind Ihre persönlichen Rosacea-Trigger?
U. Reinhard: Wein ist bei mir ein eindeutiger Trigger. Ich muss nur an einem Glas nippen und fange im Gesicht sofort an zu glühen. Aber auch Kaffee und scharfes Essen begünstigen Rosacea-Schübe bei mir. Stress, Sonne und Wärme wirken sich ebenfalls negativ auf meine Haut aus. Dennoch habe ich für mich festgehalten, dass ich trotz Rosacea nicht auf alles verzichten möchte. Gelegentlich gönne ich mir ein Glas Wein oder gehe saunieren – einfach weil es mir und meiner Seele gut tut und mich entspannt. Mit der Zeit finden sich auch kleine Tricks. Letztes Jahr im Sommerurlaub beispielsweise lag ich bis zum Hals in der Sonne und mit dem Kopf im Schatten. Mit regelmäßigen Abkühlungen im Meer und einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor konnte ich den Triggern Sonne und Hitze gut entgegenwirken.  

Aktiv gegen Rosacea: Frau Reinhard, haben Sie im Alltag schon einmal negative Erfahrungen auf Grund Ihrer Hauterkrankung machen müssen?
U. Reinhard: Leider ja. Allein durch meinen Job als Empfangsdame in einer zahnärztlichen Praxis bin ich oft fragenden Blicken ausgesetzt. Manchmal werde ich sogar direkt darauf angesprochen. Auch in der Öffentlichkeit fallen meine Rötungen, die immer ein bisschen wie Sonnenbrand aussehen, auf. Ich musste erst lernen, damit umzugehen. Von Zeit zu Zeit leide ich unter den fragenden Blicken und Nachfragen. Doch ich arbeite jeden Tag daran, unangenehme Situationen besser handhaben zu können, sodass mein Selbstbewusstsein weiter wächst.
Aktiv gegen Rosacea: Was möchten Sie anderen Betroffenen mit auf den Weg geben?
U. Reinhard: Ich rate jedem, der unter langanhaltenden bzw. immer wieder auftretenden Rötungen leidet, einen Hautarzt zu konsultieren. Die passende Therapie und regelmäßige Hautarztbesuche helfen dabei, die Symptome zu lindern. Und auch wenn  Rosacea nicht heilbar ist, sollte man versuchen, das Beste daraus zu machen und trotz Rosacea zu lächeln.

Über Rosacea
Rosacea (Rosazea) ist eine chronische Entzündung der Blutgefäße, die im Gesicht auftritt. Die charakteristischen Hautveränderungen (Rötungen, sichtbare Blutgefäße, Papeln und Pusteln) befinden sich meist in der Gesichtsmitte (Stirn, Nase und Wangen). Meist tritt die Krankheit erstmals zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf, ist aber am häufigsten bei Männern und Frauen ab 30 Jahren zu beobachten. Rötungsschübe, die durch Auslöser wie Sonne, Sport, Alkohol, Wetterumschwünge und heiße Duschen begünstigt werden, haben häufig einen negativen Einfluss auf das Sozialleben der Patienten. Stechende, brennende und empfindliche Haut und Unverträglichkeit von Kosmetika treten häufig auf, manchmal sind auch die Augen von Rosacea betroffen: Sie werden rot, trocken und jucken.

Die Entstehung von Rosacea ist nicht vollständig geklärt, allerdings spielen Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle, besonders bei der „papulo-pustulösen“ Form. Bakterielle Erreger sind nicht an der Entstehung von Rosacea beteiligt. Rosacea kann bis heute nicht geheilt werden, aber Medikamente zum Auftragen und Einnehmen sowie Laser-Behandlungen können die Symptome verringern. Patienten sollten außerdem ihre Trigger meiden sowie Sonnenschutzmittel und sanfte Pflegeprodukte nutzen. Eine frühe Diagnose der Erkrankung kann außerdem den Verlauf abmildern. Betroffene, die mehr über Rosacea erfahren möchten, oder vermuten, an der Hauterkrankung zu leiden, können sich auf rosacea-info.de ausführlich informieren. Die Seite gibt einen Überblick über Rosacea, die Trigger und Symptome sowie zusätzliche Informationen zur Krankheit. Fotos 1: Rosacea, Foto 2: Andrea Stein

Über die Aufklärungskampagne „Aktiv gegen Rosacea”

Rund vier Millionen Deutsche leiden unter Rosacea. Doch viele wissen nicht, dass sie selbst, Angehörige oder Freunde von der Hauterkrankung betroffen sind. Um dies zu ändern, hat die Galderma Laboratorium GmbH (galderma.de) zusammen mit der Deutschen Rosazea Hilfe e.V. (rosazeahilfe.de) und dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. (bvdd.de) die deutschlandweite Aufklärungskampagne „Anhaltende Gesichtsrötungen – Aktiv gegen Rosacea“ ins Leben gerufen. Die Aufklärungskampagne startete 2010 mit Informationsveranstaltungen in Deutschlands größten Einkaufszentren. Einen großen Teil der Bevölkerung erreicht die Kampagne auch durch umfangreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Website (rosacea-info.de) und ein umfassendes Service-Angebot an Informationsmaterialien – nicht nur für Patienten, sondern auch für Kosmetikerinnen. Die Kampagne wird ergänzt durch einen YouTube-Kanal (youtube.com/AktivGegenRosacea), eine Facebook-Seite (facebook.com/aktivgegenrosacea) und ein Blog (blog.rosacea-info.de), auf dem Experten wöchentlich über Rosacea berichten.

 



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