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       3. April 2014

Kein Weg zu weit für Hebammen

Mutter reist mit Kleinkind quer durch Deutschland

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Abschaffung der Haftpflichtversicherung für Hebammen startet Bianca Kasting, Initiatorin der Online-Petition (www.change.org/hebamme), am Mittwoch den 02.04.2014 eine Fahrradtour quer durch Deutschland - von Hameln nach Berlin. Sie reist mit Tochter Lotta und drei weiteren Müttern und ihren Kindern. Mit Infoflyern und persönlichen Gesprächen möchten die Frauen in den einzelnen Städten darüber aufklären, wie wichtig die Rettung der Geburtshilfe ist. „Wir Mütter bleiben in Bewegung, uns ist kein Weg zu weit. Wir wollen Hebammen.“, begründet Bianca Kasting ihr Vorhaben.

Laut aktuellem Stand steigt der größte Versicherer, die „Nürnberger Versicherung“, mit Wir-kung zum Juli 2015 aus den beiden letzten verbliebenden Versicherungskonsortien für Heb-ammen (DHV und BfHD) aus. Von dieser Regelung werden die Vorsorgen, Geburts-vorbereitung, Geburtshilfe im klinischen und außerklinischen Bereich und Nachsorge betrof-fen sein. Damit sind nicht nur freiberufliche Hebammen gefährdet, sondern es droht das Ende des gesamten Berufsstandes. Laut Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gebe es keine einfache Lösung, um der Sache zu begegnen. „Leider wurde auch in der Bundestagsdebatte vom 20.03.2014 deutlich, dass grundsätzlich falsche Fakten kursieren. Es ist nur wenigen bewusst, wie dramatisch die Situation für Hebammen wirklich ist“, so Bianca Kasting.

Online Petition erzielt große Aufmerksamkeit

Rund 380.000 Menschen haben die Online Petition von Bianca Kasting bisher unterzeichnet. „Das ist ein großer Erfolg“, sagt die Initiatorin. „Aber natürlich wollen wir noch viel mehr Unterschriften sammeln, um unserem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Wir hoffen, auf unserer Radtour viele Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren.“

Unter dem Titel „Hebammenunterstützung“ (www.hebammenunterstuetzung.de) engagieren sich inzwischen bundesweit Menschen gegen die drohenden Maßnahmen.

Von Hameln nach Berlin
Am 02. April 2014 startet Kasting ihre Radtour in Hameln. Nach Stopps in verschiedenen Städten ist das erklärte Ziel der 12. April 2014 in Berlin. An diesem Tag findet in der Haupt-stadt eine Demonstration zur Unterstützung der Hebammen statt, an der Bianca Kasting vor Ort sein wird. Zuvor wird sie in folgenden Städten über die aktuellen Situation der Heb-ammen informieren: Hameln (Ankunft 01.04., Start Radtour 02.04.), Elze (02.04.), Hildesheim (03.04.), Wolfenbüttel (04.04.), Schöningen (05.04.), Wanzleben (06.04.), Magdeburg (07.04.), Rottstock (08.04.), Lehnin (09.04.), Potsdam (10.04.). Bianca Kasting hofft auf rege Teilnahme an den Aktionen der Etappenstädte.

Zeitgleich zur Radtour finden deutschlandweit weitere Partnerstadt-Aktionen statt, die durch freiwillige Helfer organisiert werden: Kiel, Oldenburg, Sylt sowie Rottenburg und Tübingen (01.04.), Karlsruhe (02.04.), Köln (03.03.), Frankfurt (04.04.), Leipzig (05.04.), München (06.04.), Nürnberg (07.04.), Bremen (08.04.), Hamburg (09.04.), Bad Kreuznach sowie Essen (10.04.).

Bianca Kasting ist fasziniert: „Ich bin nur das Sprachrohr. Im Hintergrund arbeiten professio-nelle Grafikerinnen, PR-Beraterinnen, Organisatorinnen - alle ehrenamtlich, alle Mütter. Hier arbeiten hunderte Menschen und tausende verfolgen unsere Arbeit. Eine solche Solidarität habe ich noch nie im Leben erfahren. Mir fehlen die Worte für diese Bereitschaft aller, etwas zu verändern. Und täglich werden wir mehr. Uns ist kein Weg zu weit.“

Laura mit Mio, Jana mit Linn, Christiane mit Michel und Bianca mit Lotta (v.l.)

Hintergrund
Im Februar 2014 verkündete die Nürnberger Versicherung den Ausstieg aus dem einzigen Versicherungs-konsortium, das bislang die Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen angeboten hat. Ab Juli 2015 besteht somit kein Haftpflichtversicherungsschutz für Hebammen mehr. Die Folge dessen ist ein Berufsverbot für alle freiberufliche und viele fest angestellte Hebammen, denn auch diese müssen sich oftmals privat zusatzversichern da die Deckungssummen der Versicherungen der Krankenhäuser nicht ausreichen. Ohne Berufshaftplichtversicherung dürfen Hebammen in Deutschland keine Vor- und Nachsorgen und keine Geburts-begleitung anbieten. Dies widerspricht jedoch § 24d SGB V „Ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe: Die Ver-sicherte hat während der Schwangerschaft, bei und nach der Entbindung Anspruch auf ärztliche Betreuung sowie auf Hebammenhilfe einschließlich der Untersuchungen zur Feststellung der Schwangerschaft und zur Schwangerenvorsorge. Sofern das Kind nach der Entbindung nicht von der Versicherten versorgt werden kann, hat das versicherte Kind Anspruch auf die Leistungen der Hebammenhilfe, die sich auf dieses beziehen. […]

Weitere Informationen unter:
www.radweg-berlin-hameln.de
www.change.org/hebamme
www.hebammenunterstuetzung.de

Alle aktuellen Infos auch bei Facebook unter www.facebook.com/keinwegzuweit und im Hebammenblog von Jana Friedrich unter www.hebammenblog.de

Initiatorin
Bianca Kasting
E-Mail: biancakasting@posteo.de
Telefon: 02535 - 959 83 32
Mobil: 0173 - 725 15 95
 



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