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15.05.2016

Kleider [F]formen. Einst & heute.

Sonderausstellung auf der Burg Hohenwerfen zeigt historischen Wandel am Beispiel der Mode

Auf der Burg Hohenwerfen hat man sich für das Jubiläumsjahr 2016 eine besondere Ausstellung einfallen lassen. Schülerinnen und Schüler der Modeschule Hallein haben für die Ausstellung Kleider[F]formen. Einst & heute. das Lebensgefühl der Zeit um 1816 mit jenem von 2016 in Verbindung gebracht.

Kleidung als Abbild des Zeitgeistes


Die Mode spiegelt immer das Lebensgefühl ihrer Zeit. Ende des 18. Jahrhundert änderte sich die soziale Ordnung in Europa grundsätzlich und damit auch die Mode. Die Ursachen waren vielfältig. Die Französische Revolution von 1789 führte einen grundlegenden Wandel in der Ästhetik der Mode ein. Die Revolutionäre eigneten sich die Kleidung an, um ihre Ideale des neuen Zeitalters darzustellen. Der Unterschied von Rang und Stand sollte in der Kleidung nicht mehr sichtbar werden. Die extravagante Hofkleidung des Rokoko wurde von einem einfacheren und bequemeren Stil abgelöst, der sich an der englischen Vorliebe für das Schlichte in der Mode ableitete.

In Großbritannien war die industrielle Revolution ein Motor der Modernisierung. Webereien und Spinnereien wurden zu modernen Fabriken und Kleider zu Mengenartikel. Mode wurde erstmalig in Konfektionen produziert und damit erschwinglicher. Eine weitere Ursache für die Veränderung war die romantische Geisteshaltung. Der Blick wurde schwärmerisch verklärt und eine Sehnsucht nach dem Geheimnisvollen beherrschte den gesamten Lebensstil. Ausgrabungen im antiken Herculaneum verstärkten die Idee von einem „Zurück zur Natur“ und lösten eine Antikenbewunderung aus, auch Burgruinen waren Sehnsuchtsorte der bürgerlichen Gesellschaft.

Die Mode der Frauen wurde leicht, die Farben hell, der Stoff transparent mit weichem Fall. Die Taille rutschte unter die Brust und wurde zum Empirestil. Das Chemisenkleid ähnelte mit seiner nach oben unter die Brust verschobenen Taillenlinie den drapierten Kleidern antiker griechischer und römischer Statuen. Die Frauen wollten ihren Körper in seiner natürlichen Form zeigen.

SchülerInnen aus Hallein gestalten die Ausstellung

Im Lehrfach Modegrafik erstellten die SchülerInnen der Modeschule Hallein den Entwurf je eines Kleides und gestalteten die Ausstellung, die seit 12. Mai auf der Burg Hohenwerfen zu sehen ist.

Bei der offiziellen Eröffnung zeigte sich Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Christian Stöckl beeindruckt: “Die Ausstellung ist ein weiterer Beweis für Kreativität und Fachkompetenz der Schülerinnen und Schüler aus der Modeschule Hallein. Ich bin mit der Modeschule Hallein unter anderem wegen dem Umbau ständig in Kontakt und schätze das außerordentliche Engagement des Lehrpersonals sowie der Schülerinnen und Schüler sehr. Ich möchte mich bei allen Beteiligten der Modeschule Hallein, bei den verantwortlichen Partnern vom McAthurGlen Desinger Outlet Salzburg sowie bei den Salzburger Burgen und Schlössern für diese großartige Zusammenarbeit im Rahmen der Sonderausstellung bedanken“.

Kleider[F]formen. Einst&heute.
Ab 12. Mai bis Ende Oktober auf der Burg Hohenwerfen und danach im McArthurGlen Designer Outlet Salzburg



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