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       28. August 2014

KULTurINSEL Sylt

Zahlreiche Künstler suchten und fanden auf Sylt Inspiration für ihre Werke und Kraft, ausgetretene Pfade zu verlassen. Ein Pfad ist nun ihnen gewidmet, und der soll gerne ausgiebig betreten werden: Der Kampener Kunstpfad erinnert mit mittlerweile 22 Bronzeguss-Tafeln an herausragende Menschen, die das Künstlerdorf Kampen mit geprägt haben. Heute ist Sylt als KULTurINSEL fest etabliert und bietet neben Inspiration und Rückzugsmöglichkeiten ein abwechslungsreiches sommerliches Kulturprogramm.

Kampener Kunstpfad


„Die Kunst ist kein Lückenbüßer, sie ist eine Lebens-Notwendigkeit“. Dieses Zitat steht auf der ersten Gedenkstele, die im November 2008 vor dem Atelier Sprotte in Kampen enthüllt wurde. Sie erinnert an den 2004 verstorbenen Künstlerphilosophen Siegward Sprotte. Noch zu Lebzeiten hatte er verfügt, er wolle seinem Dorf, in dem er über vierzig Jahre lebte, arbeitete und wirkte, etwas zurückgeben. Diesen Wunsch setzten seine Frau und sein Sohn um und legten mit der Versteigerung zweier Sprotte-Werke den finanziellen Grundstock für ein ambitioniertes Kulturprojekt, das für jedermann jederzeit zugänglich sein sollte. Gemeinsam mit Kampens Tourismusdirektorin Birgit Friese und Gästeführer Falk Eitner initiierten und konzipierten Cosmea und Armin Sprotte den Kampener Kunstpfad.

So wie das Entstehen eines Kunstwerks oder einer großen Idee ein lebendiger Prozess ist, mit Phasen des Innehaltens und des kreativen Schaffens, so ist auch der Kampener Kunstpfad ein Werk, das als Prozess entsteht. Aktuell erinnern 22 Stelen an große Künstler, Schriftsteller, Verleger, Musiker und Philosophen, die in Kampen ein inspirierendes Zuhause auf Zeit oder ihre Wahlheimat fanden. Jeweils mit in Bronze gegossenen Zitaten und markanten Daten ihres Lebens, aufgestellt an beziehungsreichen Orten des Dorfes. Unterwegs auf dem Kunstpfad wandelt man auf den Spuren von Emil Nolde, Otto Eglau, Peter Suhrkamp, Max Frisch, Valeska Gert, Thomas Mann, Christian Hinrich und 15 anderen herausragenden Persönlichkeiten, die allesamt ihren ganz persönlichen Schaffenspfad zeigen. Als Wegbegleiter empfiehlt sich das noch druckfrische Handbuch zum Kampener Kunstpfad mit Kurzbiografien der Künstler, Übersichtskarten und Wegbeschreibungen. Es kostet 7,90 Euro und ist beim Tourismus-Service Kampen erhältlich.
Weitere Informationen unter www.kampen.de.

„kunst:raum sylt quelle“ / Meerkabarett

Auch im „kunst:raum sylt quelle“ lebt der Geist der „Künstlerinsel Sylt“ fort: 2001 von Indra Wussow ins Leben gerufen gilt die Stiftung mit Sitz auf dem Unternehmensgelände der Sylt Quelle in Rantum mittlerweile als renommierte Begegnungsstätte für Künstler und Kunstfreunde. So initiierte Wussow etwa das Literaturstipendium „Inselschreiber“ – und ermöglichte  preisgekrönten deutschsprachigen Autoren wie Juli Zeh, Moritz Rinke, Feridun Zaimoglu oder Terézia Mora einen Kreativ-Aufenthalt auf Sylt. Für seine Erzählung „Eltern haften für ihre Kinder“ wurde der in Köln lebende Schriftsteller Gunter Geltinger ausgezeichnet. Als „Inselschreiber 2011“ wird er acht Wochen auf Sylt verbringen, ein Online-Tagebuch führen und Lesungen abhalten.

Über die Inselgrenzen hinaus genießen zudem die wechselnden Ausstellungen im Rundbau des Quellenhauses hohe Anerkennung. Noch bis 24. Juni zu sehen ist etwa die Installation „The Cataclysmic Raft-Out of Harms Way” des schwedischen Künstlers Bo Christian Larsson, der 2010 eine Performance im Rantumer Hafenbecken dokumentierte und sie um neue, überraschende, audiovisuelle Elemente erweiterte. Daran anschließend sind ab 30. Juni Arbeiten südafrikanischer Fotografen der Jahre 1950 bis 2010 ausgestellt, die sich mit den Themen Apartheid, Widerstand und Freiheit auseinandersetzen.

Die Produktionshalle des Mineralbrunnens schließlich ist das Herzstück des Konzepts „event:halle“. Hier, zwischen Abfüllanlage und Wasserkästen, hat das Meerkabarett seine Heimat. Meerkabarett-Chef Joachim Wussow hat die Spielzeiten des Kulturfestivals in diesem Jahr erneut ausgeweitet: Neben der klassischen Spielzeit im verlängerten Sommer (4. Juli bis 8. September) findet das Meerkabarett auch im Herbst statt (24. Oktober bis 4. November). Piet Klocke moderiert das Sommer-Opening am 4. Juli, viele andere Kabarett-, Musik- und Comedy-Größen wie Götz Alsmann, Markus Maria Profitlich und Gerburg Jahnke schließen sich an. Das musikalische Highlight des Meerkabarett-Sommers steigt am 1. August: Nena steht live auf der Open-Air-Bühne auf dem Flughafen-Gelände vor Westerland, eine Veranstaltung gemeinsam mit der ISTS, zwei Tage später folgt ihr Max Raabe, der gemeinsam mit dem Pianisten Christoph Israel das Konzert “Über’s Meer“ spielt. Das Meerkabarett ist im Sommer auch etwas für Kinder. Vom 3. Juli bis zum 28. August präsentiert es jeden Sonntagmorgen auf der Bühne in der Produktionshalle das Kindertheater. In diesem Jahr kommt das stärkste Mädchen der Welt nach Sylt: „Pippi feiert Geburtstag“.

Ergänzend zur Kunst bittet die Stiftung „kunst:raum sylt quelle“ auch in diesem Jahr zur mittlerweile siebten Auflage des „Wissenschaftssommers“. In Kooperation mit der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius nimmt sich dieser vom 11. Juli bis 5. September des Themas „Zeit ist relativ“ an – zeitgleich übrigens zu den ebenfalls hauseigenen Reihen „Uni auf Sylt“ und „Kinder-Uni“.
Weitere Informationen unter www.kunstraum-syltquelle.de und www.meerkabarett.de.

Kampener Literatur- und Musiksommer

Klassisch anspruchsvoll und das seit 14 Jahren: Literatur und Musik bestimmen seit 1997 die Sommermonate in Kampen. Immer im Kaamp-Hüs. Und immer mit dem Anspruch, niveauvolle Unterhaltung, ehrgeizige Themen und interessante Debatten zu kombinieren. Einen Schwerpunkt im Literatursommer 2011 setzen differenzierte Vater-Sohn-Beziehungen: So eröffnet der Autor und Schauspieler Michael Degen den diesjährigen Literaten-Reigen am 7. Juli mit „Familienbande“, einem opulenten Roman über Michael Mann, den jüngsten Spross Thomas Manns. Degens Werk erzählt die Geschichte des stillen Machtkampfes zwischen beiden Männern. Komplexe Beziehungsgeflechte wie sie etwa auch Walter Kohl geformt haben: Der Sohn des Altbundeskanzlers liest am 28. Juli aus seinem Bestseller-Erstling „Leben oder gelebt werden: Schritte auf dem Weg zur Versöhnung“. Bis September weiterhin zu Gast: Prof. Kurt Biedenkopf, Hubertus Meyer-Burckhardt, Ranga Yogeshwar, Klaus Hoffmann, Dora Heldt, Michael Jürgs und Harry Rowohlt.

Bereits im Juni erklingen im Kaamp Hüs die ersten Takte des „Musiksommers“, der auch in seiner 14. Auflage musikalische Genres zu verbinden weiß: Das Eröffnungskonzert am 20. Juni gestaltet der Pianist Clemens Kröger mit einer gelungenen Symbiose aus deutscher Klassik und lateinamerikanischen Rhythmen. Zudem stehen in diesem Sommer Werke von Rachmaninov, Schumann und Bach auf dem Programm, aber auch handgemachter „Summertime Blues“ – von und mit Jo Bohnsack.
Weitere Informationen unter www.kampen.de.

Musik am Meer

Es begann 1879 mit einem kleinen Pavillon am Meer. Heute ist das Programm in der Musikmuschel in Westerland, die „Musik am Meer“, fester Bestandteil des kulturellen Inselsommers: Noch bis zum 29. Oktober gestalten die „Romada Singers“ unter der Leitung von Paul Romada mit Schlagern, Evergreens und Musical-Melodien täglich außer montags das musikalische Angebot auf der Promenade. Um eine klassische Komponente ergänzt wird dieses vom 1. Juli bis 31. August durch die „Camerata Budapest“ unter der Leitung von Zsolt Czutor. Das international bekannte Kammerorchester brilliert mit klassischen Werken berühmter Komponisten und gestaltet auch einen der Saisonhöhepunkte: „Arien am Meer“ am 3. August. Ein gänzlich anderes musikalisches Genre steht wenige Tage später, am 6. August, im Mittelpunkt: Zur Gospelnacht mit dem „Tostedt Community Gospel Choir“ werden an der Musikmuschel rund 7000 Zuhörer erwartet.
Weitere Informationen unter www.insel-sylt.de.

Salon.budersand

Einmal im Monat tauscht das „Budersand“ in Hörnum seine Existenz als Hotel mit der eines Konzertsaals: Im Sinne typischer Salonabende des 19. Jahrhunderts sind freitags oder samstags Musiker, Sänger und Rezitatoren zu Gast; stehen Kammermusik, Lieder- oder Chansonabende auf dem Programm. Geistvolle Unterhaltung im besten Salon-Stil sowie Gesangsartistik für alle, die Virtuosität zu schätzen wissen, versprechen beispielsweise die „Singphoniker“, die mit dem Namen ihres Programms am 25. Juni bewusst etwas tiefstapeln: „…just songs“. Der Programmtitel am 27. August dagegen klingt – anders vielleicht als der Autor - sehr vertraut: Nina Hoger und der Pianist Florian Uhlig nehmen sich der Erzählung „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich Zschokke an. Ein romantisches deutsches Erzählstück, das von der preisgekrönten Schauspielerin amüsant und unterhaltsam interpretiert wird.
Weitere Informationen unter www.budersand.de.

Kirchenkonzerte

Sie garantiert immer mittwochs imposante Konzerteindrücke: die Mühleisen-Orgel der Keitumer Kirche St. Severin, mit 46 klingenden Registern die größte Kirchenorgel Nordfrieslands. Auf dem Programm der traditionellen „Mittwochskonzerte“, die vom Keitumer Organisten Wilhelm Borstelmann initiiert und von dessen Nachfolger Matthias Eisenberg zu einer ganzjährigen Konzertreihe ausgeweitet wurden, stehen regelmäßig etwa Werke von Bach, Brahms oder Reger. Neben Alexander Ivanov, derzeitiger Organist und Kantor an St. Severin, ziehen dabei renommierte Gastmusiker die Register – am 1. Juni beispielsweise die St. Petersburger Organistin Olga Minkina unter anderem mit Werken von Guami, Brignoli und Frescobaldi. Oder am 6. Juli Olivier Latry, der Organist an Nôtre Dame de Paris, der Liszt und Bach interpretiert. Die Mittwochskonzerte in Keitum sind die Fixpunkte einer großen Reihe musikalischer Darbietungen auch in den anderen Sylter Kirchen.
Weitere Informationen unter www.kirche-auf-sylt.de und www.st-severin.de.

Keitumer Skulpturtage

Die traditionellen Keitumer Skulpturtage geben dem Begriff „Kunst im öffentlichen Raum“ einen vollkommen neuen Hintergrund: Vom 2. bis 11. September kreieren auf dem Ringreiterplatz in Keitum Bildhauer Skulpturen aus Holz, Stein oder Metall. Besucher sind bei diesem Entstehungsprozess dabei nicht nur Zuschauer, sondern können in entsprechenden Workshops die eigene Kreativität auch selbst unter Beweis stellen. Den Abschluss bildet die traditionelle Versteigerung der entstandenen Werke.

Sylter Kunsthandwerker

Vor allem im Osten der Insel konzentriert sich die kreative Kraft der Sylter Kunsthandwerker. Deren Credo: alten Traditionen neue Impulse zu geben. Das Ergebnis: unverwechselbare Unikate aus den Werkstätten der Glasbläser, Gold- und Silberschmiede, der Töpfermeister und Handweber, denen Besucher oftmals bei der Arbeit noch über die Schulter schauen können. Hier trägt jedes Teil die ureigene Handschrift seines Schöpfers. In diesem Geiste steht auch die „Kunsthandwerker-Tafel“, die als kommunikativer Treffpunkt Kunstschaffende und Kunstfreunde in anregenden Tischgesprächen vereinen will.
Weitere Informationen unter www.sylter-kunsthandwerker.de.

Sylter Museen

Einblicke ins Sylter Leben von Anno dazumal gewähren die Keitumer Museen: Im Altfriesischen Haus wurde die Wohnkultur des 18. Jahrhunderts originalgetreu rekonstruiert. 1739 als Kapitänshaus errichtet war das Haus im 19. Jahrhundert Wohnsitz des Sylter Chronisten C.P. Hansen. Heute können Besucher in den einzelnen Räumen nicht nur der damaligen Lebensweise nachspüren, sondern auch das alte Handwerk des Webens kennen lernen. Das Sylter Heimatmuseum, angesiedelt in einem historischen Kapitänshaus direkt am Keitumer Kliff, erzählt in seiner Dauerausstellung von der Epoche der Sylter Kapitäne und Walfänger. Im Rahmen wechselnder Kunstausstellungen sind dort vom 1. Juni bis zum 15. November unter dem Titel „Mensch und Meer“ zudem ausgewählte Werke der Düsseldorfer Malerschule zu sehen. Die 12. Kunstnacht am 25. Juni, traditionell veranstaltet vom Heimatverein „Söl´ring Foriining“, bildet schließlich den Auftakt zu den sonntäglichen Kunstmatineen auf der Insel.
Weitere Informationen unter www.soelring-foriining.de.

Galerien

Sylt verfügt über eine Fülle an Galerien mit jeweils eigenen künstlerischen Schwerpunkten. Regelmäßig organisieren beispielsweise die „Kunstfreunde Sylt“ in der Stadtgalerie Alte Post in Westerland Ausstellungen; zudem haben sie in Anlehnung an die Tradition der Inselschreiber das „Inselmaler-Projekt“ ins Leben gerufen. Zum „Inselmaler 2011“ wurde der Berliner Karsten Kusch berufen.
Weitere Informationen unter www.sylter-kunstfreunde.de.
Eine Auflistung aller Sylter Galerien gibt es auf www.sylt.de.



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