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20.06.2016

Neue Wege in der Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie

wie Patienten geholfen werden kann

„Mir passiert das nicht“ ist der Gedanke vieler, sobald sie von schweren Krankheiten oder  Unfällen lesen. „Schließlich kommt das ja nicht oft vor.“ Aber es kommt vor und oft trifft es selbst diejenigen, die davor über keine Beschwerden zu klagen hatten. Unabhängig von Alter oder Lebensweise.

Ein junger Syrer, gerade einnmal 22 Jahre alt, Jurastudent, ist einer von diesen Betroffenen. Auf seiner Flucht aus der Heimat ist der Unfall passiert, der für ihn alles noch mehr verändern sollte. Er wurde von einer Granate getroffen, sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt, bis über beide Backen aufgerissen und die Nase ganz schief.

Ein weiterer tragischer Fall ist der einer 65-Jährigen Frau, glücklich und behütet aufgewachsen, aus Deutschland kommend. Vor einigen Jahren diagnostizierten Ärzte bei ihr einen Krebs, der in der Mundschleimhaut sitzt. Die Frau konnte weder schlucken, kauen oder sprechen.

Das Schicksal führt die beiden Betroffenen, den jungen Syrer und die Krebspatientin am Jahreskongress der deutschen Gesellschaft für Mund, Kiefer und Gesichtschirurgie in Hamburg zusammen. Beide sind sie Beweise für einen fortschrittlichen Prozess, der Jahr für Jahr neue Operationsmöglichkeiten ermöglicht.

Die Granatsplitterverletzung des jungen Syrers stellte die Chirurgen vor neue Herausforderungen. Sie gingen deshalb in drei Abschnitten vor. Zuerst wurde durch eine anspruchsvolle Gewebeverschiebung die Oberlippe in gleicher Hauttextur und mit Bartteilen rekonstruiert. Dann folgten ein mikrochirurgischer Gewebetransfer vom Unterarm zum Oberkiefer sowie die Unterfütterung. Das Gewebe wurde also im Arm entnommen und im Kiefer wieder eingesetzt - verbunden mit einem Knochentransplantat vom Becken.

Bei der 65-jährigen Krebspatientin wurde der Tumor entfernt. Die Leere im Kiefer, die dadurch entstanden ist, stellten die Hamburger MKG Spezialisten mit einem Transplantat wieder her - auch in ihrem Fall konnte es aus dem Unterarm gewonnen werden.

Unser Redakteur Felix Consolati war in Hamburg vor Ort und hat sich mit Herrn Prof. Max Heiland, Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, über chirurgische Neuigkeiten und operativen Möglichkeiten unterhalten.

Podcast



Der junge Syrer kann nun zum ersten Mal ein halbwegs gewöhnliches Leben in seiner neuen Heimat in Deutschland führen. Die Patienten mit der Tumorerkrankung ist seit 18 Monaten beschwerdefrei und kann wieder richtig kauen, schlucken und atmen.

Zwei Schicksale, die ohne die Fortschritte in der Chirurgie nicht möglich gewesen wären.

Quelle Fotos: MKG Chirurgie

Das Interview führte unser Redakteur Felix Graf Consolati



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