Neu auf geniesserinnen.de:


 
 

             Webseite durchsuchen

             

 
 
 

 
 
Sie sind hier: Home » Aktiv & Gesund » Gesund am 11.12.2017



 

       18. Januar 2015

Risiko Krebs: Chancen auf Heilung durch Früherkennung

Empfohlene Maßnahmen zur Vorsorge

Jedes Jahr erkranken 400.000 Deutsche an Krebs, mehr als 200.000 sterben daran. Trotzdem vernachlässigen viele Deutsche die Vorsorge: Gut ein Viertel der deutschen Frauen ist beispielsweise noch nie zur Brustkrebsfrüherkennung gegangen.

Bei den 16- bis 39-Jährigen sind es sogar 45 Prozent. Das ergab eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos*, befragt wurden 16- bis 70-jährige Frauen und Männer. Am 4. Februar ist Weltkrebstag – ein Anlass, sich bewusst zu machen, dass eine frühzeitige und passende Vorsorge die Risiken deutlich senken kann. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Trotz aller medizinischen Fortschritte zählt Krebs zu den häufigsten Todesursachen: In Deutschland stirbt inzwischen jeder Vierte an einer bösartigen Tumorerkrankung – Tendenz steigend. „Viele Tumore bleiben lange unbemerkt, weil sie anfangs keine Beschwerden verursachen“, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Umso wichtiger ist die richtige Vorsorge: Je früher die Ärzte den Krebs erkennen, umso besser können sie ihn behandeln.“ Die Früherkennungsuntersuchungen für Haut-, Darm-, Gebärmutterhals-, Brust- und Prostatakrebs gehören zum Standardprogramm aller Krankenkassen. Jedoch nehmen viele Menschen die Risiken auf die leichte Schulter: Die Hälfte der Deutschen ist etwa noch nie bei der Hautkrebsfrüherkennung gewesen. Bei den 16- bis 39-Jährigen sind es sogar 62 Prozent. Die Darmkrebsuntersuchung meidet knapp ein Viertel der 60- bis 70-Jährigen, bei den 40- bis 59-Jährigen sind es 62 Prozent. Dabei gehören gerade Haut- und Darmkrebs zu den Krebsarten, bei denen die Chancen auf Genesung im Frühstadium besonders gut stehen, so der DKV Experte: „Wer die empfohlenen Untersuchungstermine auf die lange Bank schiebt, erhöht die Gefahr, dass ein Tumor nicht rechtzeitig erkannt wird.“

Darmkrebs lässt sich durch konsequente Vorsorge weitgehend verhindern

Gesetzliche sowie private Krankenkassen bieten ihren Versicherten ein umfangreiches Programm zur Krebsfrüherkennung an. Die Teilnahme ist freiwillig. Welche Untersuchungen im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind, hängt vom Alter ab, da die Krebsrisiken mit den Jahren zunehmen: Ab dem 35. Geburtstag zum Beispiel sollte jeder seine Haut alle zwei Jahre vom Dermatologen überprüfen lassen. „Mit der Darmkrebsvorsorge geht es ab 50 los: Einmal im Jahr haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter. „Ab 55 empfehlen Ärzte und Kassen eine Darmspiegelung, und zwar regelmäßig alle zehn Jahre.“

Was viele nicht wissen: Darmkrebs lässt sich so nicht nur frühzeitig erkennen, sondern weitgehend verhindern: Wenn Darmpolypen rechtzeitig entfernt werden, kann aus ihnen kein bösartiger Tumor entstehen. Bei Männern kommt ab 45 die Prostatakrebsvorsorge hinzu: Einmal im Jahr sollte ein Termin beim Urologen im Kalender stehen. Der Arzt tastet dabei die Prostata ab und untersucht die äußeren Genitalien. „Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. 12.000 sterben jedes Jahr daran“, so der DKV Experte. Doch auch hier nutzen viele die Angebote nicht: Nur ein Viertel der Männer geht regelmäßig zur Prostatakrebsvorsorge. Bei den 40- bis 59-Jährigen war die Hälfte noch nie dort, bei den 60- bis 70-Jährigen knapp jeder Vierte.

Ein Drittel aller Frauen geht nicht zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge


Bei den Frauen setzt das Früherkennungsprogramm schon früher ein: Ab 20 Jahren sollten sie jedes Jahr zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge gehen. Dazu gehören das Abtasten der inneren und äußeren Geschlechtsorgane sowie ein Abstrich. Doch fast ein Drittel der Frauen hat noch nie ihren Gebärmutterhals untersuchen lassen. Ab 30 Jahren tastet der Gynäkologe auch die Brust auf Knoten ab. Für Frauen von 50 bis 70 empfiehlt sich alle zwei Jahre eine Mammographie. „Mehr als 75.000 Frauen erkranken jedes Jahr an Brustkrebs“, betont Dr. Wolfgang Reuter. „Aber die Diagnose ist kein Todesurteil: Die Heilungschancen liegen bei mehr als 80 Prozent – wenn die Therapie früh genug beginnt.“ Immerhin fast die Hälfte der Frauen geht mindestens einmal im Jahr zur Brustkrebsvorsorge.

Regelmäßige Vorsorge kann Leben retten

Zusätzlich bieten die Ärzte Untersuchungen an, die gesetzlich Versicherte selbst bezahlen müssen. So gibt es beispielsweise zur Früherkennung von Prostatakrebs den PSA-Test aus dem Blut. „Ob sich diese Leistungen lohnen, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Der Versicherte sollte seinen Arzt bitten, ihm den Nutzen in seinem persönlichen Fall zu erklären“, so der Rat des DKV Gesundheitsexperten. Er wird den Patienten auch auf die Risiken und möglichen Folgen einer Untersuchung hinweisen. Wann und in welchem Umfang weitere Maßnahmen zur Früherkennung ratsam sein können, sollten Patienten ebenfalls individuell mit ihrem Arzt klären. Völlig ausschließen lässt sich eine Krebsdiagnose allerdings auch durch Früherkennungsuntersuchungen leider nicht.



Drucken  |  Lesezeichen  |  Feedback  |  Newsletter  |  Nach oben


 
 

 

 
 
genussmaenner.de
carmour
europressmed
Frauenfinanzseite
gentleman today
instock.de - der börsendienst
Unter der Lupe
marketingmensch
   
Wir  |
Kontakt  |
Mediadaten  |
Sitemap  |
RSS-Feed  |
Suchen  |
Newsletter  |
Nutzungsbedingungen  |
Impressum  |
 
Copyright 2016 - geniesserinnen.de