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20.09.2017

Ski- und Almenregion Gitschberg-Jochtal

Ein geheimer Sehnsuchtsort in Südtirol

Ein Sehnsuchtsort, der in der Zeit stehen geblieben scheint: Wer nach einer echten Auszeit mit imposanten Berglandschaften und mediterranem Flair sucht, ist in der Ski- und Almenregion Gitschberg Hochtal in Südtirol genau richtig. Eindrücke über eine Idylle, die Einheimische Stolz macht und Naturliebhaber anlockt.

Wer nach einer Auszeit sucht, wer Berge geniessen will, ohne abgelenkt zu sein. Wer mediterranen Flair spüren will und sich gleichzeitig nach Ruhe und frischer Luft oberhalb des Meeresspiegels sehnt - der ist in einer idyllischen Region zwischen Sterzing und Brixen in Südtirol genau am richtigen Ort. Ein weites Tal, überzogen von Weinreben und mit Blick auf die Dolomiten: Gitschberg Jochtal mit seinen Hauptorten Mühlbach, Vals und Meransen. Mit mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr, ausgedehnten Panoramawegen und abenteuerlichen Steigen macht die Ski- und Almenregion einen echten Sehnsuchtsort aus. Die Gondeln, die Ski- und Snowboardfahrer im Winter immer wieder nach oben bringen, sind teilweise auch im Sommer im Betrieb. Von Mühlbach aus geht es dann in wenigen Minuten bis auf gut 1400 Meter über Null. Hinauf nach Meransen. Dort: Die Zwischenstation für weitere 600 Höhenmeter gen Himmel bis zur Nesselhütte. Wer von dort aus ein paar Meter weiter läuft und dem Tal den Rücken kehrt, taucht schnell in eine völlig andere Welt ein, die in der Zeit stehengeblieben scheint.

Die Einheimischen haben längst begriffen, wie besonders ihre Heimat ist. Es ist kein Tal wie jedes andere, kein Bergdorf, wie man sie in den Alpen so oft findet. Wer sich auf den Weg von Mühlbach nach Meransen macht, scheint mit jedem Höhenmeter noch weiter an Lebensqualität dazuzugewinnen. Der schmale Teerweg schlängelt sich Serpentine für Serpentine den Berg hinauf, bis nach dem Wald die ersten Häuser auf der Südterrasse auftauchen. Als würden sie sich am Hang sonnen, liegt jedes ganz für sich am Fuße der Gipfel. Oben dann: Ein Ort, verstreut in der Hügellandschaft, an Idylle kaum zu überbieten. Geschmückte Balkone und Nachbarn, die sich auf einen Kaffee im Garten treffen, sich zu einer Sonntagswanderung verabreden oder auch nur mit den Blicken in der Landschaft schwelgen. Das Glück scheint hier allgegenwärtig zu sein.

Stefan Gruber, Geschäftsführer des Tourismusverbands Gitschberg Jochtal, grinst breit, als er diese Eindrücke erzählt bekommt. Er ist bescheiden, scheint aber ganz genau zu fühlen, wovon hier die Rede ist. Er erlebt dieses Gefühl jeden Tag - ist in Meransen aufgewachsen, hat weiter südlich in Italien gelebt, in Deutschland und den USA. Zurückgekommen in seine Heimat ist er immer wieder, jetzt will er bleiben. „Nie habe mich woanders so zuhause gefühlt“, sagt er. Und stimmt dann schliesslich zu: „Hier geht es vielen so. Irgendwann kommen alle wieder, wenn sie denn die Möglichkeit haben.“

Eine von ihnen ist Karolin Rieder. Auch sie hat andernorts gelebt, gearbeitet - jetzt ist die dort zurück, wo ihr Leben begonnen hat. „Es stimmt, dass in Meransen viele junge Leute am Schaffen sind“, sagt sie. Alle wollen sie zeigen, wie besonders ihre Heimat ist. Auch Karolin, und sie verrät ein paar der schönsten Touren.

Um auf die Wilde Kreuzspitze zu steigen, geht es von Meransen aus den Berg ein stückweit zurück nach unten. Nach ein paar Serpentinen dann die Abzweigung nach rechts und direkt wieder hinauf. „Vals“ steht auf dem Wegweiser, etwas später kommt dann eine Schranke, die funktioniert wie eine Art Barriere. Um dafür zu sorgen, dass dieser besondere Fleck nicht überrannt wird. Dahinter nämlich dürfen immer ab 9 Uhr morgens keine privaten Pkw mehr fahren - nur mit einem Shuttle oder zu Fuss können Einheimische wie Gäste weiter ins Tal vordringen. Der Weg ist ein beliebter - führt er doch zu zwei Almen, deren Wirte die Gäste mit selbstgemachtem Käse, selbstgebranntem Schnaps und freilaufenden Schweinen auf eine Zeitreise nehmen. Weiter führt er zum höchsten Gipfel im Tal: der Wilden Kreuzzpitze, 3134 Meter hoch.

Von der Fane Alm geht es immer weiter hinein Richtung Gipfelmeer, vorbei an tosenden Bächen, einem kleinen Wasserfall und dem Wilden See. Etwa vier Stunden nach Start, nach einem recht steilen Anstieg zum Gipfel, belohnt dann der Rundblick auf die Zillertaler Alpen und unzählige mit Schnee bedeckte Gipfel in der weiten Ferne.

„Wenn ich hier in den Bergen unterwegs bin und an den Almen vorbeikomme, braucht’s net mehr“, sagt Karolin - und hat noch einen zweiten Tipp parat. Mindestens genauso schön, trotzdem etwas kürzer: Ein Rundweg mit der Seefeldspitz als krönendem Ziel startend an der Bergstation Nesselalm. Von dort aus geht es weiter über den Gitsch und seine Panoramaplattform. 500 Gipfel zieren den Ausblick bei schönem Wetter. Trotzdem lohnt es sich, weiterzuziehen. Dass der Marsch von der Gondel bis hierher kurz war, ist längst vergessen - so ruhig ist die Weite und so gross die Ausgesetztheit unweit der Dolomiten. Der Weg, der sie Seefeldspitz von dieser Seite aus erreicht, ist nur für geübte und erfordert Trittsicherheit: Schmal und mit Blick in ein idyllisches Tal windet er sich an einem steilen Berghang entlang. Je lauter das Geräusch von tosendem Wasser wird, desto näher kommen die Wanderer ihrem Ziel. Der erste von drei Bergseen ist bereits in Sichtweite, tosend springt er über einen Felsvorsprung und stürzt den Berg hinunter. Zwei weitere Seen, von dunkelblau bis türkisklar, folgen, je näher der Gipfel kommt. Der Blick von oben: An guten Tagen atemberaubend mit klarer Sicht auf den Dolomitenkamm, an zugezogenen Tagen: Geheimnisvoll und ein Ort, der die Zeit stillstehend lässt.

Der Abstieg rechts am Weg vorbei, hinunter ins Altfasstal, folgt auf einem sicheren Pfad, der Wasserfall aber ist immer noch am tosen, die Blicke fallen auf die zackigen Gipfel der Dolomiten und das Ziel der meisten Wanderer: Wieserhütte und Pranter Stadlhütte, beide nur wenige Schritte voneinander entfernt, auf gut 1800 Metern über Null. Beide absolute Besonderheiten, die eine Rast lohnenswert machen. Mehr noch: Wer hier nicht anhält, verpasst etwas.

Auf der Wieserhütte die selbstgerechten Käse von Wirt Simon Fischnaller. Seit er 19 Jahre alt ist, seit 11 Jahren ist das, verbringt er jeden Sommer auf der Alm und vor allem in seinem Käsekeller. Drei- bis viertausend Laibe stellt er jeden Sommer her. Chili- und Kräuterkäse, Käse mit Nüssen, Graukäse und natürlich Bergkäse. Die Auswahl auf einer Platte ist groß, ein Stück besser als das andere. Bei Simon Fischnaller kann man von  Käsekunst sprechen. Und auch seine Nachbarn von der Pranter Stadlhütte haben einen Sinn für Kunst. Nicht nur im kulinarischen Bereich, wenn Großmutters feine Südtiroler Rezepte nachgekocht werden, wie es kaum einer besser machen könnte - sondern auch, was die Gartengestaltung angeht. Eine Landschaft aus Gartenzwergen, geschnitzten Figuren und Blumen.

Wer länger in den Hütten verweilen und vielleicht sogar einen der hausgebrannten Schnäpse probieren möchte, muss auch nach der längeren Wanderung zur Seefeldspitz nicht hetzen: Ganz unkompliziert verleihen beide Almen Mountainbikes, die entlang eines Baches und unterhalb schöner Gipfel gemütlich zurück nach Meransen rollen. Noch einmal sind dann alle Gedanken vergessen und die Zeit im Altfasstal scheint stillzustehen - bewegen werden sich dann nur noch die Räder.

Und genau das ist es, was in der Region um Vals, Meransen und Mühldorf die große Sehnsucht sprudeln lässt: Die Möglichkeit, mit jeder Serpentine, die es weiter nach oben geht, den Alltag abzulegen und eine Auszeit zu starten. Mit der Gewissheit, dass es dort an nichts fehlen wird. Denn Möglichkeiten gibt es viele: Karolin Rieder Tipps sind nur zwei von unzähligen, aber auch zwei der schönsten: Die Region hat die Big 5, die schönsten 5 auserkoren. Neben der Wilden Kreuzspitze und der Seefeldspitz sind die anderen Gipfel die Napfspitze als Aussichtsberg auf die nahen Gletscher, das Gaisjoch als Heimat der Gämse und das Astjoch mit einem bildhaften Panoramaweg hinauf zu einem aussichtsreichen Gipfel. Wanderungen für Familien, die sich auf aussichtsreiche Panoramawege freuen und für Aktivbergsteiger, die mit der Kraft ihres ganzen Körpers immer weiter nach oben steigen wollen. Allen werden ihre Wünsche erfüllt, und noch dazu ein gemeinsamer: die Sehnsucht, völlig abzuschalten und zwischen hohen Gipfeln und weiten Tälern für kurze Zeit unterzutauchen.

Die Aussicht von Meransen aus und den Gipfeln des Gitschberg Jochtal ist in alle Richtungen imposant und geprägt von überwältigenden alpinen Landschaften. Gen Süden tauchen sogar die zackigen Gipfel der Dolomiten auf - Touristenmassen und Trubel bleiben trotzdem fern. Das wollen sich die Einheimischen beibehalten.

Hoteltipp

Julia und Matthias Rieder wollen ihre Heimat teilen: Von seinen Eltern hatte Matthias das Hotel Ambet übernommen und von Grund auf völlig neu aufgebaut. Im Juni 2017 hat das Vier Sterne-Hotel neu eröffnet und steht für den alpinen Lebensstil von heute: Viel Holz, viel Naturstein, viel Licht, die Farben der Natur, traumhafte Ausblicke in die Südtiroler Bergwelt und eine ausgezeichnete Küche. Qualität ist ein Wert, von dem Matthias  Wieder immer wieder spricht - und den er, seine Frau Julia und ihr Team in allen Bereichen umsetzten. Wichtig ist den beiden auch: Das zur Ruhe kommen, die Gemütlichkeit. Es gibt eine Sauna samt Panoramablick auf die Dolomiten und Wellnessangebot sowie eine Dachterrasse, die sich an Panorama und Gemütlichkeit nichts nehmen lässt.

Weitere Informationen zum Hotel, Preise und Angebote online unter www.ambet.it.

Fotos: Felix Consolati, Archiv Hotel Ambet, Eisacktal Marketing©Alex Filz



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