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08.09.2016

Vea Kaiser „Makarionissi oder Die Insel der Seligen“:

Von Griechenland bis in die österreichische Provinz, von den Fünfzigerjahren bis in die Gegenwart: In ihrem neuen Roman erzählt Vea Kaiser von einer unvergesslichen Familie, die auseinandergerissen wird, um zusammenzufinden. Sommer-Buchtipp von bücher.de

Zwei junge Menschen brechen aus der streng reglementierten Welt des griechischen Bergdorfs aus, um das eigene, persönliche Glück zu finden. Oft geht es um Leben und Tod, Hass und Liebe, Bedrängnis und Freiheit – die klassischen Kämpfe antiker Heldinnen und Helden! E- und U-Literatur werden auf das Schönste miteinander verwoben in Vea Kaisers 500-Seiten-Familiensaga. Die Autorin hat dabei weder vor der Generation iPhone noch vor griechischen Mythen Scheu hat und alles in ein modernes Epos verwandelt. Neben der äußerst abwechslungsreichen Familiengeschichte werden auch alte Mythen neu erzählt. Man erfährt jede Menge aus der griechischen Geschichte und aus dem Leben der „Gastarbeiter“. Eine Europareise als Lektüre mal ganz anders, als man denkt.

Alles beginnt in einem Dorf an der albanisch-griechischen Grenze in den 50er Jahren. Lefti, Stammhalter der Familie Zifkos scheint ohne Frau ins Leben gehen zu müssen. Es gibt einfach zu wenige in seinem Alter. Kupplerin Yiayia Maria fädelt die Zukunft jedoch ein: sie regiert ihre Familie mit Liebe und Strenge. Und eines Nachts hat sie einen Traum, der sie darin bestärkt, ihre beiden Enkel Lefti und Eleni, Cousin und Cousine, zu verheiraten – um den Fortbestand ihrer krisengeschüttelten Familie zu sichern. Doch es dauert.  Denn die beiden Enkel entwickeln sich in komplett unterschiedliche Richtungen: die temperamentvolle Eleni führt politische Diskussionen mit Männern, während der phlegmatische Lefti lieber gemütlich seine Ziegen hütet. Eleni will kämpfen und Lefti will Ruhe und Frieden. Oft gerät Eleni in brenzlige Situationen, und Lefti rettet sie. Aber als beide dann schon fast erwachsen sind, landet Eleni aufgrund ihrer politischen Äußerungen hinter Gittern – und nur die Hochzeit mit dem ausreisewilligen Lefti kann sie retten. Und so landen beide frisch verheiratet im deutschen Städtchen Hildesheim, wo Lefti als Gastarbeiter in den 60ern eine Stelle antritt. Aber das ist noch kein Happy end. Denn die Ehe der beiden ähnelt mehr einer lockeren WG: während Lefti brav arbeitet und deutsch lernt, verliert Eleni eine Jobs nach dem anderen und schließt sich einer griechischen Widerstandsgruppe an. Dann lernt Eleni auch noch einen Musiker kennen, der ein freies Leben führt. Als dann auch noch die adrette Deutschlehrerin Trudi in sein Leben tritt, entschließt Lefti, dass er endlich sein Leben in die Hand nehmen muss. Und so durchleben die beiden Hauptprotagonisten des Romans auch auf getrennten Pfaden viele weitrere Abenteuer und Bewährungsproben, um dann doch schließlich ihr Glück zu finden.

Neben der abwechslungsreichen Familiengeschichte werden hier auch alte Mythen neu erzählt. Man erfährt jede Menge Details aus der griechischen Geschichte und aus dem Leben der „Gastarbeiter“.  All dies wird von Vea Kaiser so geschickt miteinander verwoben, die Figuren werden so liebevoll ausgestaltet, dass man das Buch kaum noch aus den Händen legen mag. Fazit: ein wunderbares Buch, das mal leise und poetisch, mal laut und wild daherkommt – und den Leser  mit auf eine abenteuerliche Reise nimmt, die er bestimmt nicht so schnell vergisst.

Vea Kaiser ist 1988 geboren und studierte Altgriechisch in Wien. Ihr Debütroman »Blasmusikpop« wurde 2013 als bestes deutschsprachiges Debüt auf dem internationalen Festival du Premier Roman in Chambéry vorgestellt und für den aspekte-Preis nominiert. 2014 war sie Writer-in-Residence an der Bowling Green State University und wurde zur österreichischen Autorin des Jahres gewählt. Im Jahr 2015 erschien ihr zweiter Roman »Makarionissi«, der in Deutschland und Österreich zum Bestseller wurde und von der Stiftung Ravensburger Verlag die Auszeichnung »Bester Familienroman« erhielt.

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