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15.11.2016

Verkehrsunfall, Terroranschlag, Diebstahl – so hoch ist das Risiko wirklich

Wie hoch ist die Gefahr, bei einem Autounfall verletzt zu werden der gar umzukommen? Und wie groß ist das Risiko wirklich, bei einem Terroranschlag zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein? Was diese Gefahren angeht, verschätzen sich die Deutschen enorm.

Wo wir bei einer Sache zu naiv denken, überschätzen wir die andere maßlos – das ist das Ergebnis einer Studie des Goslar Instituts in Niedersachen. Der Titel der Studie verrät bereits einiges: „Todsicher. Von der Unfähigkeit zur Risikoabschätzung – Ein Forschungsprojekt zur Fehlwahrnehmung von Alltagsrisiken in der Öffentlichkeit.“

Die Ergebnisse sind einheitlich: Geht es etwa um einen Absturz mit dem Flugzeug, einen tödlichen Unfall als Fußgänger, Auto- oder Motorradfahrer, sind wir ängstlicher als wir es sein müssten. Von einem tödlichen Flugzeugunfall ist beispielsweise Einer von 6 Millionen
betroffen – in unserem Kopf vervierfachen wir diese Gefahr. Das selbe gilt für tödliche Motorradunfälle: Ein Fahrer von 10 000 wird Opfer eines solchen Unglücks, wir verfünffachen die Gefahr. Am meisten Angst haben die Befragten allerdings davor, Opfer eines Terroranschlags zu werden. Statistisch gesehen passiert das Einem von 1 Million. Aus Angst schätzen wir das 25-fache.

Zu gelassen sind wir hingegen, wenn wir an Verkehrsunfälle mit Sachschäden denken. Das trifft Einen aus 80 – wir unterschätzen das intuitiv ums 24-fache. Ähnlich ist es bei einer Autopanne, die trifft einen Fahrer aus 20. Von uns: völlig unterschätzt. Und zwar sogar ums 95-fache.

Zusammenfassend lässt sich ein klares Muster erkennen: Die Wahrscheinlichkeit seltener Ereignisse wird meist völlig überschätzt. Das gilt besonders für dramatische und medienwirksame Vorkommnisse, wie Terror oder tödliche Unfälle. Ereignisse, die tatsächlich häufiger vorkommen und von denen wir beinahe täglich hören, werden dagegen eher unterschätzt. Neben Sachschäden, Scheidung oder Eigentumsdelikten gilt das insbesondere für Brand- und Leitungswasserschäden sowie für Rechtsfälle.

Unser Redakteur Felix Consolati hat sich in Köln mit Professor Horst Müller-Peters von der Uni Erlangen-Nürnberg unterhalten.
 



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