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20.12.2017

Von Riesen, Feen und der Entdeckung der Heilquellen

Sagen und Mythen um die Heilbäder und Kurorte in Hessen


An kalten Winterabenden, wenn graue Nebelschwaden die Sicht dämmen und der Wind um das Haus pfeift, üben Sagen und Mythen von Riesen, Ungeheuern und Feen eine besondere Faszination aus.

Auch um die Entstehung der Heilbäder und Kurorte in Hessen sowie die Entdeckung ihrer Heilquellen ranken sich geheimnisvolle Geschichten, die sich noch heute erzählt werden.

Wiesbaden: Ein zorniger Riese auf Drachensuche

Einer Sage nach entstanden die Täler, Hügel und Thermalquellen des Heilbads Wiesbaden durch den Riesen Ekko, der sich von einem Drachen aus den Taunuswäldern gestört fühlte und sich auf die Suche nach dem Untier machte, um es zu erschlagen. Da der Riese den Drachen jedoch nicht finden konnte, stieß er mit seiner Lanze voller Zorn mehrmals in den Boden und traf plötzlich auf kochendes Wasser, das aus dem Boden schoss. Dieses begoss ihn so unerwartet, dass er das Gleichgewicht verlor und stürzte. Dort, wo sich seine linke Hand und der Unterarm in den Boden bohrten, liegt heute Wiesbaden. Der Abdruck der Mittelhand ist der Wiesbadener Kessel. Daumen, Finger und Unterarm bilden die Bachtäler von Rambach, Schwarzbach, Dambach, Kesselbach, Wellritzbach und Salzbach. Und dort, wo der Riese die Lanze in den Boden stach, sprudelt seitdem das heiße Thermalwasser aus der Erde.

Heute nutzen Wiesbadener und Gäste das Thermalwasser in den verschiedenen Bädern der Stadt für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit. Die Kaiser-Friedrich-Therme zählt zu den schönsten Thermen Deutschlands. Wer das Heilwasser im Rahmen einer Trinkkur zur inneren Anwendung nutzen möchte, kann sich sein Heilwasser an der Kranzplatzquelle auch für zu Hause abfüllen.

Schlangenbad: Wie ein Rind die heilende Quelle entdeckte


Schlangenbads Geschichte als Kurort begann bereits im 17. Jahrhundert. Nach den langen Kriegen suchten die Menschen neue Möglichkeiten, das Leben wieder zu genießen. Schnell sprach sich die heilende Wirkung der Schlangenbader Quellen auch zum Hochadel und im 19. Jahrhundert bis zur Prominenz aus Politik und Kunst herum. Einer alten Erzählung nach entdeckte ursprünglich ein junger Hirte die heilende Wirkung des Wassers in Schlangenbad. Er trieb seine Rinderherde auf die Lichtungen im Wald, die zu Füßen der Felsen am Südhang des Bärstädter Kopfes lagen, da es hier das saftigste Gras in der ganzen Umgebung gab. Als eines Tages ein Rind erkrankte, wusste er zunächst nicht, was er tun sollte. Auf einmal bemerkte der Hirte jedoch, wie das Rind in der kleinen Quelle am Rande der Lichtung badete und auch in den folgenden Tagen ein Bad im warmen Wasser nahm. Nach einer Weile ging es dem Rind wieder besser. Der junge Hirte war überzeugt, dass das wundersame warme Wasser das Tier geheilt hatte und erzählte überall von seiner Entdeckung. Immer mehr Menschen aus der ganzen Umgebung kamen, um ihr Leiden zu lindern.

Bis heute zeichnen sich die neun Thermalquellen durch einen ungewöhnlich niedrigen Anteil an mineralischen Bestandteilen aus. Im Vergleich zu anderen Thermalwässern sind der niedrige Anteil an Kochsalz und der hohe Anteil an Kieselsäure bemerkenswert.

Bad Karlshafen: Die gute Fee – Hüterin des Salzsees

Einst lebte zwischen Reinhardswald und Solling, wo die Diemel in die Weser fließt, eine Fee. Sie war die Hüterin eines unterirdischen Salzsees. Die Kräfte seines Wassers waren so stark, dass damit kranke und gebrechliche Menschen geheilt werden konnten. Jeden Tag begab sich die gute Salzfee an die Erdoberfläche. Durch einen magischen Zauberreifen blieb sie hier unsichtbar und konnte so unbemerkt kranken Menschen mit dem heilenden Wasser helfen. Eines Tages jedoch ging dieser Zauberreif verloren und stürzte die Fee in tiefe Verzweiflung, da sie sich von nun an verstecken musste und den Menschen nicht mehr helfen konnte. Es vergingen Jahre der Trauer bis ein junger Mann unglücklich stolperte und in eine dunkle Höhle fiel. Hier hörte er das leise Schluchzen der Salzfee und entdeckte ihren Salzsee. Als er ihre Geschichte hörte, half der junge Mann der Fee bei der Suche nach dem verlorenen Reif. Als sie ihn gemeinsam tatsächlich fanden, schenkte die gute Fee ihm zum Dank einen Brunnen mit dem heilenden Wasser.

Dieser befindet sich der Sage nach in dem heutigen, nordhessischen Heilbad Bad Karlshafen. Das Heilwasser enthält nicht nur Natrium-Chlorid, sondern auch Eisen, halbgebundene Kohlensäuren und schwefelsaure Alkalien. Die 23-prozentige Thermal-Sole liegt knapp unter den Werten des Toten Meeres. Verwendung findet das Wasser in der Therapieabteilung des Kurzentrums, am Gradierwerk und in der Weser-Therme. Hier gibt es eine Sole-Zapfstelle, an der sich Besucher Sole für die Verwendung zuhause in Kanister füllen können. Es handelt sich jedoch nicht um Trinkwasser und darf nur verdünnt im Badewasser verwendet werden.

Bad Sooden-Allendorf: Sagenumwobenes weißes Gold für die Gesundheit

Salz und Sole bestimmen seit Jahrhunderten die Geschichte des Heilbads Bad Sooden-Allendorf am Dreiländereck Hessen-Thüringen-Niedersachsen. Um die Entdeckung der Quellen rankt sich ein spannender Mythos: Vor langer Zeit, noch vor Christi Geburt, trieb ein junger Hirte seine Schafe auf eine besonders schöne, saftige Weide in der Nähe seines Dorfes. Hier beobachtete er zwei Tauben, die jeden Tag eifrig in der Erde pickten – immer an der gleichen Stelle. Der Hirte und auch die neugierig gewordenen Bewohner des Dorfes konnte sich das Verhalten nicht erklären, denn es waren weder besondere Gräser noch Früchte zu entdecken. Erst als eine lange Trockenzeit kam und die Stelle dennoch feucht war, begannen sie zu graben und stießen auf immer mehr salziges Wasser, das aus der Erde trat. So hatten die Tauben die erste Solequelle entdeckt, die zur Lebensader Bad Sooden-Allendorfs wurde. Über 1.000 Jahre lang, bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, wurde in Siedehäusern aus der Solequelle Salz gewonnen.

Noch heute wird mit einem Brunnenfest, das jährlich zu Pfingsten stattfindet, an die Zeit erinnert und ganzjährig können sich Interessierte in einem Salzmuseum über die Geschichte der Salzgewinnung informieren. Die heilende Wirkung der zwölf-prozentigen Sole kann zudem an dem mächtigen Gradierwerk, der Werratal-Therme oder der „Totes-Meer-Salzgrotte“ erlebt werden.

Weitere spannende Sagen und Mythen rund um die Heilbäder und Kurorte in Hessen finden Interessierte hier.

Foto: Musentempel in Schlangenbad © D. Holz



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