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26.06.2017

Vorbräunen im Solarium

Gefährliche Vorbereitung auf den Sommerurlaub

Nach einem durchwachsenen Frühjahr steht für viele jetzt nahtlos der lang ersehnte Sommerurlaub bevor. Um nichtweiß, sondern bereits vorgebräunt am Strand anzukommen, ist für einige Urlauber der Gang ins heimische Sonnenstudio verlockend.

Die AOK Hessen klärt auf, ob das sinnvoll und gesund ist.

Laut dem Statistik-Portal statista.de hatbereits über ein Viertel der Deutschen schon einmal ein Solarium besucht. Fast jeder Zehnte gibt an, häufig das künstliche Sonnenbad zu nutzen. „Das Solarium als Vorbereitung auf den Sommer und den bevorstehenden Urlaub im Süden zu nutzen, ist dabei trügerisch und gefährlich“, sagt Dr. med. Christoph-Gérard Stein, Arzt und Experte der AOK Hessen.

„Die Haut im Solarium für den Sommer bzw. den Sommerurlaub vorzubräunen, bringt leider gar nichts“
, so Stein. Da Solarien fast ausschließlich mit UV-Strahlen arbeiten, dunkeln nur bereits vorhandene Melaninvorstufen der Haut nach. Dadurch wird die Haut zwar braun, eine Verdickung, wie sie bei normaler Sonneneinstrahlung erfolgt, passiert dabei allerdings nicht. „Der durch das Solarium erreichte Eigenschutz der Haut ist gering und für die Sommersonne nicht ausreichend“, warnt AOK-Arzt Stein.

Statt Solarium empfiehlt die AOK Hessen, die Haut durch kurze Aufenthalte im Freien an die Sonne zu gewöhnen. Gleichzeitig betont der Mediziner, dass längere Aufenthalte ohne UV-Schutz in der Sonne der Haut nachhaltig schaden. Deshalb sollte die Mittagssonne gemieden und die Haut durch Kleidung und Eincremen der freien Körperstellen mit Sonnenschutzmitteln geschützt werden. Die Sonnencreme sollte großzügig und mehrmals täglich aufgetragen werden. Je heller der Hauttyp, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein.

Um brennender, roter Haut, Sonnenbrand und anderen Beschwerden vorzubeugen, berechnet die App „AOK sun&air“ die maximale, gefahrlose Aufenthaltsdauer in der Sonne und gibt die aktuellen Ozonwerte an, individuell nach Hauttyp und Aufenthaltsort. Die App ist für iOS und Android verfügbar.

Foto: Pixabay



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