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24.09.2016

Was man über die Grippe wissen sollte

Die Grippe ist wie ein viraler Blitzkrieg: Während wir uns bereits morgens schlapp fühlen, kommen schon am Vormittag Muskelschmerzen, Fieber und Schüttelfrost dazu, bevor wir am Abend richtig flachliegen. Während ein grippaler Infekt zwar lästig, aber dafür harmlos ist, sollte eine Grippe mit hohem Fieber ärztlich behandelt werden. Die unterschätzte Infektionskrankheit fordert in Deutschland durchschnittlich zwischen 8.000 und 11.000 Todesopfer.
 
Was ist eine Grippe und wie entsteht sie?
Die „Influenza“ (von lat. „influere“ für hineinfließen, sich einschleichen) beginnt meist schlagartig mit den typischen Symptomen, wie sie auch bei einer Erkältung bekannt sind. In der Regel treten aber zusätzlich Schweißausbrüche und hohes Fieber auf. Übertragen wird die Grippe durch Influenzaviren des Typs A, B und C aus der Familie der Orthomyxoviridae. Typ A ist der gefährlichste und führt zu den schwersten Symptomen. Er ist gleichzeitig das häufigste Influenzavirus, das alle 2-3 Jahre durchaus auch eine Epidemie verursachen kann. So starben im Winter 1995/96 allein in Deutschland etwa 30.000 Menschen an den Folgen der Influenza.
 
Neue Saison, neue Erreger
Kommt es zu einer Grippeinfektion, produziert der Körper Antikörper gegen eine bestimmte Art des Virus. Wenn die Person später wieder von den gleichen Erregern befallen wird, so fällt die Krankheit milder aus, da bereits ein gewisses Maß an Antikörper vorhanden ist. Ein großes Problem für die Medizin ist die Variabilität des Virus: Da Grippeviren schnell mutieren können, wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt, der über die entsprechenden Antigene gegen den aktuellen Virus verfügt.
 
Für wen ist eine Impfung sinnvoll?
Die Stammzusammensetzung der Influenza-Impfstoffe muss jedes Jahr an die aktuelle epidemiologische Situation angepasst werden, weil sich die Eigenschaften der zirkulierenden Influenzaviren verändern können.1 Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Impfung insbesondere für folgende Personen2:

    Menschen ab 60 Jahren
    Personen mit chronischen Leiden (Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus etc.)
    Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
    Schwangere
    Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung, z. B. medizinisches Personal

1 Paul-Ehrlich-Institut:

http://www.pei.de/DE/infos/fachkreise/impfungen-impfstoffe/influenza-grippeimpfstoffe-saisonal/influenza-grippeimpfstoffe-node.html
Stand 14.09.16
2 Robert-Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin, Seite 4.

Diabetiker sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Bei Diabetes ist die körpereigene Abwehr aufgrund des hohen Blutzuckerspiegels geschwächt. Für Diabetiker ist eine Grippe-Impfung daher besonders wichtig. Erst kürzlich fanden britische Wissenschaftler heraus, dass geimpfte Typ-2-Diabetiker seltener wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen hospitalisiert wurden als diejenigen, die sich nicht impfen. Darüber hinaus zeigen Studien immer wieder, dass Diabetiker anfälliger für ernste Komplikationen durch eine echte Grippe sind als Menschen ohne die Zuckerkrankheit.
 
Wie kann man sich am besten schützen?
 
1. Prävention ist besser als Therapie
Die Grippeimpfung ist die wirksamste Art, sich gegen eine Influenza und eventuelle Komplikationen zu schützen. Die Influenza-Impfstoff-Wirksamkeit beträgt bei gesunden Erwachsenen bis zu 89 %. Meistens wird die Impfung im September und Oktober durchgeführt. So kann der Körper bereits vor der Grippewelle Antikörper produzieren. Die Impfungen müssen jedes Jahr neu erfolgen, denn gegen veränderte Viren sind die Impfstoffe des Vorjahres meist kaum wirksam.

2. Richtige Hygiene verringert das Infektionsrisiko
Influenzaviren können bis zu drei Tage auf Banknoten überleben. Häufiges Händewaschen, die Verwendung von antibakteriellen Seifen und flüssigen Desinfektionsmitteln können eine wirkungsvolle Maßnahme zum Schutz vor Influenzaviren sein.

3. Der Gesundheit auf die Sprünge helfen

Während der Grippesaison können Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate die Immunabwehr unterstützen. Experten empfehlen insbesondere Vitamin C, Zink, Rutin und Fischöl.

4. Eine gesunde Lebensweise und körperliche Aktivität
Eine gesunde Ernährung, reich an Vitaminen und Mineralien, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr können neben regelmäßiger physischer Ertüchtigung ebenfalls zu einer besseren Immunabwehr beitragen.
 
Quelle: medicalpress



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