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09.05.2016

Weit verbreitet und doch unbekannt – diabetische Neuropathie

Neues von der Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?“

Kribbeln, Brennen, Taubheit oder Schmerzen in den Füßen können Anzeichen einer Neuropathie, einer Folgeerkrankung des Diabetes, sein. Von dieser Nervenschädigung ist fast jeder dritte Diabetiker in Deutschland betroffen, das sind mehr als 2 Millionen Frauen und Männer. Obwohl die frühzeitige Diagnose entscheidende Weichen für den Therapieerfolg stellt, bleibt die Nervenschädigung oft lange Zeit unerkannt.

Über neue Wege in der Früherkennung der diabetischen Neuropathie, aktuelle Studien und therapeutische Strategien berichteten am Mittwoch, den 4. Mai, renommierte Experten auf der Pressekonferenz anlässlich der 51. Jahrestagung der Deutschen Diabetischen Gesellschaft in Berlin. Viele Betroffene ahnen nichts von ihrer Neuropathie, belegt eine Studie. Dafür wurden im Rahmen der Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße“ fast 1.600 Studienteilnehmer an den Füßen untersucht. Danach sind nahezu 60 % der Teilnehmer von der Nervenschädigung betroffen.

Sogar jeder dritte Untersuchte ohne diagnostizierten Diabetes hatte einen auffälligen Wert, stellte Prof. Oliver Schnell, Vorstand der Forschergruppe Diabetes e.V. fest. Bei der Untersuchung wurden Temperatur-, Druck- und Vibrationswahrnehmung überprüft sowie der Langzeitzucker und der BMI erfasst und ausgewertet.

Frühzeitiges Handeln sei entscheidend, um einem Voranschreiten der Nervenschädigung entgegenzuwirken sowie um schwere Komplikationen und Fußamputationen zu vermeiden, lautet das einhellige Urteil der Experten. Jedes Jahr müssen in Deutschland 50.000 nicht-traumatische Amputationen bei Menschen mit Diabetes vorgenommen werden.

Das Wichtigste gegen diabetesbedingte Folgeerkrankungen und Komplikationen ist eine gute Blutzuckereinstellung. Neben ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung ist es notwendig, gezielt seinen Blutzucker zu messen und zu dokumentieren, vor allem vor und nach den Mahlzeiten. Nicht zuletzt sollte für Diabetiker die tägliche Kontrolle und Pflege der Füße ebenso selbstverständlich sein wie das Zähneputzen.

Zu den typischen Frühwarnzeichen für eine Neuropathie gehören eine ungewöhnlich trockene Haut an den Füßen, starke Schwielen, Verhornungen oder ein gestörtes Temperatur- und Berührungsempfinden.

Frühes und vielschichtiges Handeln ist daher unabdingbar, um das Potenzial der therapeutischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Therapie der diabetischen Neuropathie baut auf drei Säulen auf. Die erste Säule stellt die Blutzuckersenkung durch eine personenbezogene Diabetestherapie dar. Ziel der zweiten Therapiesäule ist die Verhinderung pathogener Stoffwechselwege. Hier stehen gut verträgliche Wirkstoffe wie Benfotiam, eine Vorstufe des Vitamin B1, zur Verfügung. „Generell spielen B-Vitamine bei Diabetikern eine wichtige Rolle. Ein Mangel oder unzureichende Verfügbarkeit fast aller B-Vitamine führt zu empfindlichen Störungen der Nervenfunktion“, erklärte Prof. Dr. Karlheinz Reiners, Facharzt für Neurologie, Würzburg.

Die dritte Therapiesäule verfolgt die rein symptomatische Behandlung der Schmerzen.

Die Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?, die 2013 von der WÖRWAG Pharma und der Deutschen Diabetes-Stiftung ins Leben gerufen wurde, spricht Ärzte und Betroffene gleichermaßen an. Bislang hat die Aufklärungsinitiative in 40 Städten mehr als 23.000 Interessierte und Betroffene über das Thema Diabetes und Neuropathie aufgeklärt. Darüber hinaus werden Tipps zur Fußgesundheit gegeben.

Unter www.hoerensieaufihrefuesse.de findet man neben Informationsmaterial zahlreiche Experten und Ratgeber-Videos.

Der Fuß-Check – Wie hoch ist das Risiko für Ihre Füße?
Mit diesem Fuß-Check können Sie in wenigen Minuten herausfinden, ob Gefahr für Ihre Füße droht.
Beantworten Sie die Fragen mit JA oder NEIN.
Haben Sie öfter Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühle oder ein unangenehmes Temperaturempfinden in den Füßen?
Leiden Sie unter Schmerzen an den Füßen?
Haben Sie trockene, rissige Haut an den Füßen?
Beobachten Sie Rötungen, Schwellungen und Schwielen an den Füßen?
Haben Sie öfter Muskel- bzw. Wadenkrämpfe?
Fühlen Sie Gangunsicherheiten bzw. Schwächegefühle in den Füßen?
Haben Sie oft schlecht heilende Wunden an den Füßen?
Passiert es Ihnen, dass Sie kleine Verletzungen gar nicht spüren?

Schon wenn Sie eine der Fragen mit JA beantworten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Text: H. Ziebell PK Berlin, Diabestes "Hören Sie auf Ihre Füsse" - WÖRWAG  Pharma
Foto-Grafik: WÖRWAG Pharma



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