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30.12.2016

Wer ist Anna Wintour?

Sie ist kein Teufel und trägt vielleicht Prada

Anna Wintour gilt als eine der einflussreichsten Frauen in der Modebranche. Sie ist seit 1988 Chefredakteurin der US-amerikanischen Vogue. Zudem trägt sie großen Anteil am Erfolg von Designern wie Alexander McQueen, John Galliano und Rodarte.

Spätestens seit der Buchverfilmung „Der Teufel trägt Prada“ ist sie einer breiteren Öffentlichkeit als Sinnbild der knallharten Karrierefrau bekannt geworden. Obwohl es sich dabei um keine Biografie handelt, sind die Bezüge zu Anna Wintour doch unverkennbar.
 
Wintour wurde am 03. November 1949 als Tochter von Charles Vere Wintour und Eleanor Trego Baker in London geboren. Gerüchten zufolge trägt sie bereits seit ihrem 14. Lebensjahr einen Bob. Die Frisur wurde zu ihrem Markenzeichen. Schon als Teenager interessierte sie sich für Mode, nicht zuletzt wegen dem TV-Format „Ready Steady Go!“ und dem Magazin „Seventeen“. Ihren ersten Job nahm sie im Alter von 15 Jahren als Aushilfskraft in einer Boutique an. Sie entschied sich gegen das College und ging stattdessen im exklusiven Kaufhaus Harrods in die Lehre. Sie ging mit dem acht Jahre älteren Richard Neville eine Beziehung ein, durch welchen sie erste journalistische Erfahrungen beim Magazin „Oz“ sammeln konnte.
 
Ihre Karriere als Modejournalistin begann 1970 bei „Harpers & Queen“, einem kurzzeitigen Zusammenschluss der beiden Modemagazine „Harper’s Bazaar“ und „Queen“. Schon damals träumte sie davon, eines Tages für die Vogue zu arbeiten. Sie unterstützte Fotografen wie Helmut Newton und Jim Lee in ihrer innovativen Ideen. Nach einem Streit mit ihrer Rivalin Min Hogg kündigte sie ihren Job und zog mit ihrem Freund, dem Journalisten Jon Bradshaw, nach New York. 1975 fand sie eine Anstellung bei der US-amerikanischen Ausgabe von „Harper’s Bazaar“. Nur neun Monate später wurde sie wegen ihrer unkonventionellen Ideen entlassen. Zu den weiteren Stationen zählten die Magazine „Viva“ und „Savvy“, bevor sie 1986 Redakteurin der amerikanischen Vogue und des Interior Design Magazins „House & Garden“ wurde. Auch privat fand Wintour ihr Glück und heiratete den bekannten Psychiater David Shaffer, mit dem sie zwei Kinder hat. Die Ehe wurde 1999 geschieden.
 
1988 sorgte sie mit einem Coverfoto für eine echte Revolution in der Modewelt. Waren auf den Titelbildern bislang elegant gekleidete Models in statischen Posen zu sehen, die den Blick mit dem Leser aufrechterhalten, zeigte Wintour das 19-jährige israelische Model Michaela Bercu in Jeans und einer Jacke von Christian Lacroix im Wert vn 10.000 Dollar.
 
In den 1990er Jahren gelang es Anna Wintour durch harte Arbeit und unermüdlichen Einsatz die Position der amerikanischen Vogue zu stärken. Im Jahr 2007 erschien die mit 832 Seiten bis dato längste Ausgabe des Magazins. Der Dokumentarfilm „The September Issue“ von R. J. Cutler beschäftigt sich mit der Entstehung der denkwürdigen Einzelausgabe.

Mit „Teen Vogue“, „Vogue Living“ und Men’s Vogue“ führte Wintour drei Schwestern-Magazine ein. Ihr Engagement, das maßgeblich für den Erfolg des Magazines verantwortlich war, verhalf ihr zum Titel „Editor of the Year“.
 
2013 übernahm sie die künstlerische Leitung bei Condé Nast, ist jedoch auch weiterhin für die Vogue tätig.

Immer wieder wird sie für ihre Leistungen und auch ihren Stil ausgezeichnet. 2013 wählte sie „The Guardiam“ in die Top 50 der Bestdressed Persons der vergangenen 50 Jahre. Auf der Liste der mächtigsten Frauen der Welt im Forbes-Magazin schaffte es Anna Wintour auf Platz 39.
 
Zitat: „Mode geht in nur eine Richtung – nach vorn. Ich bin überzeugt davon, genauso zu denken.“
 
Text:
fashionpress.de
Foto: wikipedia.org / Ed Kavishe, Fashion Wire



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