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15.11.2023

CARE würdigt Hebammen aus aller Welt

Fotoausstellung in Berlin

Eine sichere Geburt ist ein Menschenrecht, aber keine Selbstverständlichkeit. Durchschnittlich sterben jeden Tag weltweit über 800 Frauen aufgrund von Komplikationen vor oder während der Geburt. Ein essenzieller Bestandteil für eine sichere Geburt sind Hebammen, die aber längst nicht für alle Frauen da sein können. Um Geburtshelferinnen in aller Welt zu würdigen und aufzuzeigen, unter welch herausfordernden Umständen sie ihre Arbeit leisten, widmet die Hilfsorganisation CARE sechs Hebammen eine Fotoausstellung. Mit der großzügigen Unterstützung der deutschen Postcode Lotterie wird am 15. November in der "Alten Münze" in Berlin "Im Einsatz für das Leben - Hebammen weltweit" erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

"Wenn Frauen in den Wehen liegen, fühlen sie sich besser, wenn jemand da ist, der ihre Sprache spricht und sie versteht. Nach allem, was sie durchgemacht haben, sollen sie sich wenigstens während der Geburt sicher fühlen. Deswegen bin ich Hebamme geworden", sagt die jesidische Hebamme Diyana aus dem Sindschar im Irak auf die Frage, was sie motiviert. Ihre Aufgabe ist nicht immer einfach: der Arbeitsplatz ist schlecht ausgestattet, die Verantwortung groß und die Sicherheitslage immer noch schwierig.

 

Über Diyana Joki

2014 muss die Ezidin Diyana Joki gemeinsam mit ihrer Familie und tausenden anderen Menschen aus dem nordirakischen Sindschar in die Berge fliehen. Dort wird sie Zeugin einer dramatischen Geburt: Niemand weiß, was zu tun ist. Die Mutter überlebt nur knapp, das Kind stirbt. Für Diyana der Moment, in dem sie beschließt, Hebamme zu werden.

Heute ist der Sindschar nicht mehr aktiv umkämpft, aber die Gegend ist immer noch unsicher. Diyana lebt in einem Flüchtlingscamp drei Stunden entfernt. Der Weg an ihren Arbeitsplatz ist weit und beschwerlich, aber sie sieht ihre Aufgabe als humanitäre Pflicht.
Das Krankenhaus in Sindschar benötigt medizinische Ausrüstung und Ärzte. „Wenn Sie ein Kind gebären möchten, sollten sie es sonntags oder montags tun, dann ist im Notfall auch ein Arzt da“, erklärt sie.Diyana ist Hebamme und zugleich Aufklärerin. Sie leitet Trainings zur Familienplanung und erklärt Verhütungsmethoden. Sie will Frauen stärken. Trotz widriger Umstände setzt sie alles daran, den Frauen in Sindschar im Moment der Geburt ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, dann, wenn sie höchst verwundbar sind.

 

Sechs Frauen, sechs Länder

Sechs Frauen, sechs Länder, sechs Orte, an denen Leben beginnt: Neben Diyana Joki aus dem Irak (Foto) porträtierten lokale Fotograf:innen fünf weitere Hebammen in Uganda, Ukraine, Kambodscha, Côte d'Ivoire und Deutschland. Jede der sechs Frauen hat ihre eigene, persönliche Geschichte. Was die Frauen jedoch eint, ist ihre Liebe zum Beruf und ihre Motivation, Mütter und Kinder bei der Geburt zu unterstützen.

Am 15. November feiert die Fotoausstellung in der Alten Münze in Berlin, um 17 Uhr ihren Auftakt. Von den porträtieren Hebammen, wird Diyana Joki aus dem Irak vor Ort sein. Ebenso auch die deutsche Hebamme, Autorin und Podcasterin Kareen Dannhauer sowie die Schauspielerin Judith Hoersch, bekannt aus der ZDF-Serie "Lena Lorenz", die gemeinsam mit CARE in Uganda war. Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Teresa Bücker.

 

Foto: Saba Kareem / CARE.de



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