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06.02.2017

Sole, Moor und Kneipp

Natürliche Helfer für mehr Abwehrkräfte

Sie sind allgegenwärtig und wenn sie sich noch nicht in konkreter Form als fieser Schnupfen, Husten oder gar Fieber bemerkbar machen, so denken wir ständig daran, wie wir uns am besten vor ihnen schützen. Die Rede ist von gemeinen Erkältungs- und Grippeviren, die in diesem Winter besonders früh über uns hereingefallen sind.

Viele beschäftigen sich erst im akuten Bedrohungsfall mit der Frage, wie sie die unangenehmen Erreger von sich fernhalten. Dabei ist am besten gerüstet, wer sein Immunsystem langfristig stärkt – ganz nach dem Motto "Prävention ist besser als jede Form der Heilung". Dr. med. Christian Alex, ärztlicher Berater für Gesundes Bayern, gibt Tipps, wie wir uns am besten dauerhaft abhärten.

„Um das Immunsystem zu stärken, eignen sich regelmäßige Wechsel-Reize zwischen Wärme und Kälte oder Bewegung und Ruhe sehr gut. Kneippen ist hierfür eines der bewährtesten Mittel“, rät der Arzt. Zentraler Bestandteil ist hier die gesundheitsfördernde Kraft des Wassers, die Sebastian Kneipp vor rund 150 Jahren entdeckte. Eingebettet in ein „Fünf-Säulen-Konzept“, das neben dem kühlen Nass auch die Themen Pflanzen, Bewegung, Ernährung und eine positive Lebensordnung miteinbezieht, verfolgt das Naturheilverfahren das Ziel, die Selbstheilungskräfte des Körpers mit natürlichen Reizen so mild wie möglich, aber so stark wie nötig zu aktivieren.

Als Therapieeinheiten gelten neben dem bekannten Treten im fast kniehohen Wasser auch Waschungen und Güsse – heiß, kalt oder wechselnd und je nach Bedarf an unterschiedlichen Körperstellen. Die UNESCO erkennt die Kneippkur seit 2015 sogar als „immaterielles Kulturerbe“ an. „Ein exzellentes Angebot findet sich zum Beispiel in Bad Berneck, dem einzigen Kneippheilbad Nordbayerns. Auch Füssen ist bekannt für sein breites Therapiespektrum, schließlich fanden die Lehren des ‚Wasserdoktors‘ hier im Allgäu auch ihren Anfang“, erklärt der Experte. Für die Anwendungen stehen in Füssen, der letzten Station an der Romantischen Straße, nicht nur die Gesundheitshäuser zur Verfügung, auch öffentliche Kneippanlagen laden hier zum gesunden Kurzprogramm ein. Am Hopfensee kann man sogar auf einer schwimmenden Kneipp-Insel Wasser treten.

Ein weiteres Naturheilmittel, das den Körper bei wiederholter Anwendung auf vielerlei Weise stärkt, ist das Moorbad. Alex erklärt die Wirkungsweise der besonderen Therapieform mit dem mehrere 1000 Jahre alten Grün: „Moor enthält eine Vielzahl von biologisch aktiven Pflanzenstoffen und Mineralien, die aufgrund der langsamen Wärmeabgabe besonders tief in den Körper eindringen. So sind Moorbäder als sogenannte Überwärmungsbäder oft bis zu 46 Grad Celsius heiß, die wir aber weniger warm empfinden. Trotzdem steigt die Körpertemperatur an und dieses künstliche Fieber mobilisiert unsere Selbstheilungskräfte. Auch der Stoffwechsel wird angeregt und die Haut scheidet toxische Stoffe und Schlacken aus.“

Im niederbayerischen Bad Gögging beispielsweise wird Naturmoor auf ortseigenen Moorwiesen noch selbst gestochen und für den Wellness- bzw. Kurbetrieb aufbereitet. Bereits vor 2000 Jahren machten die Römer diesen heutigen Kurort zu einem der größten Bäder ihres Reiches nördlich der Alpen. Auch Bad Feilnbach hat in Sachen Moor viel zu bieten: Am Fuße des Wendelsteins liegen die unter Naturschutz gestellten Moorgebiete, durch die sogar ein Lehrpfad führt. Das Feilnbacher Naturmoor hat einen besonders hohen Anteil an Huminsäure, die vor allem für ihre entgiftende Wirkung bekannt ist.

Salz- oder Solebäder nennt Alex als weitere Möglichkeit, unser Immunsystem dauerhaft zu stärken. Solequellen sind kalte oder heiße, kochsalzhaltige Quellen, die einen hohen Gehalt an Mineralsalzen wie Jod, Sulfur oder Radon aufweisen. Durch den hohen Salzgehalt des Wassers kommt es beim Solebad zwischen Körper und Sole zur Osmose. Unsere Giftstoffe werden dabei an das Badewasser abgegeben, während der Körper zeitgleich die Mineralstoffe und Spurenelemente über die Haut aufnimmt. Außerdem wird der angeregte Stoffwechsel entschlackt und Abwehrkräfte werden gestärkt. Geeignete Orte, um die angenehmen Salz-Bäder in einem professionellen wie wohltuenden Ambiente zu genießen, sind unter anderem die Bäder im mittelfränkischen Bad Windsheim oder in Bad Reichenhall. Die Sole in Bad Windsheim ist bekannt für ihren hohen Fluoridgehalt, der speziell bei Erkrankungen des Bewegungsapparats hilft.

Doch ein Besuch der bayerischen Kurorte lohnt sich nicht nur wegen der stärkenden Anwendungen. Ein reiches kulturelles Angebot und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sowie Wander- und Fahrradwege in üppiger Natur machen die Orte zu attraktiven Urlaubszielen, die Erholung in jeder Hinsicht versprechen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gesundes-bayern.de.

Foto: www.bayern.by



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